Anbetung

Wie geht Eucharistische Anbetung?

Bei einer Eucharistischen Anbetung muss man gar nicht viel machen. Das Wichtigste ist, in der Gegenwart Jesu zu sein, der in der Eucharistie, in der Hostie in der Monstranz auf dem Altar da ist. Meine ganz persönliche Zeit mit Gott im stillen, schweigenden Dasein vor Ihm. Dabei ist die Stille keine Leere und das Schweigen keine Sprachlosigkeit. Die Stille ist wie ein Raum, in dem es leichter fällt, Gott zu „begegnen”, etwas von Ihm wahrzunehmen. Ich kann Ihm etwas sagen, und ich kann wie bei jedem echten Gespräch auch zuhören, hinspüren ob ich einen Gedanken, eine Empfindung empfange.

Vom heiligen Pfarrer von Ars ist folgende Erzählung überliefert, die das Gemeinte veranschaulichen kann:

„Hier in der Pfarrei lebte ein Mann […]. Frühmorgens vor seinem Gang aufs Feld ließ er seine Hacke vor der Tür stehen, trat in die Kirche und vergaß sich dort vor seinem Gott. Ein Nachbar, der auf dem gleichen Grundstück arbeitete […] wunderte sich über seine Abwesenheit. Er kehrte um und […] (es) kam ihm der Einfall, in die Kirche zu gehen. Tatsächlich traf er ihn dort. „Was machst du denn so lange da?“, fragte er ihn. Worauf der andere die Antwort gab: „Ich schaue den lieben Gott an, und der liebe Gott schaut mich an.“

Nur für Katholiken?

Niemand ist von der Eucharistischen Anbetung ausgeladen. Alle nicht-katholischen Schwestern und Brüder und selbst alle Nicht-Christen sind ebenso herzlich eingeladen, in diese Zeit der „gestalteten Stille“ zu kommen und sie als Auszeit (vielleicht mit Gott?) für sich zu nutzen.

 

Besucher erzählen:

Anfangs war mir die eucharistische Anbetung fremd. Die Gegenwart Jesu in der Eucharistie konnte ich auch nach drei Jahren als Katechetin zur Kommunionvorbereitung nicht wirklich annehmen, obwohl ich jedes Mal bemüht war, dieses Geheimnis in mein Herz zu lassen. In der Corona-Zeit ergab sich dann, dass ich einen völlig neuen Zugang zur eucharistischen Anbetung erleben durfte. Von heute auf morgen hatte ich plötzlich viel, viel Zeit, da ich nicht arbeiten durfte. Endlich schaffte ich es, mir täglich eine Stille Zeit für und mit Gott zu nehmen und war ganz beseelt davon, wie er in dieser Zeit in mein Herz zu sprechen begann. Als sich dann nach vielen Wochen geschlossener Kirchen die Möglichkeit ergab, zur Kirche zu gehen... wenn auch "nur" zur eucharistischen Anbetung, zog es mich dorthin ... und ... ich kann immer noch darüber staunen ... Schon beim ersten Mal war ich so ergriffen von der so deutlich spürbaren Gegenwart Jesu, dass ich gar nicht mehr begreifen kann, wie ich jemals an seiner Gegenwart in der Eucharistie zweifeln konnte. (Ich weiß, dass es ein Geschenk ist, dies so erleben zu dürfen, aber es ist auch verbunden mit der Bereitschaft, sich Zeit zu nehmen und das Herz zu öffnen.) 

Ich bin so dankbar für diese wundervolle Erfahrung und freue mich schon jede Woche auf meine Verabredung mit Jesus!        

B.B. (47 J.) 

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Herzliche Einladung

...mit Fragen und Anliegen zu mir als Priester vor Ort zu kommen.