Jesus ist wahrhaft auferstanden! (Gedanken von Pastor Alfons Wiegers)

Liebe  Schwestern und Brüder,

Zu Beginn meiner Gedanken über die Auferstehung Jesu Christi möchte ich meinen Glauben so beschreiben: „Ich glaube an den gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus. Ich glaube dir, Christus. Ich vertraue fest darauf, Gott hat dich nicht im Tod, im Grab gelassen. Seine Liebe ist stärker als der Tod. Ja, daran glaube ich, darauf vertraue ich.“

Ich möchte aber auch nicht verschweigen, dass es sich um ein ganz persönliches Bekenntnis handelt, das nicht durch Vernunftbeweise eingeholt werden kann. Es gibt keine „Beweise“ für die Auferstehung. Die Auferstehung Jesu ist unfassbar, zugleich aber auch „geschichtliches“ und ein „übergeschichtliches“ Ereignis.

Geschichtlich meint: Mit Jesus ist etwas Wirkliches geschehen. Er ist gestorben und begraben worden, aber jetzt lebt er! Übergeschichtlich meint: Das, was da mit Jesus passiert ist, lässt sich mit den natürlichen Mitteln unserer Wissenschaften nicht festhalten. Dieses Geschehen geht ganz auf das Handeln Gottes zurück. Gott handelt aus Liebe ohne unser Zutun. Wir können sicher sagen, das bald nach der Auferstehung die Jünger an den Auferstandenen geglaubt haben und danach lebten und Zeugnis für ihn ablegten und viele mit ihrem Leben bezahlten.

Die Erscheinungen machen das Bekenntnis glaubhaft.

Der weggewälzte Stein, das leere Grab, das Berühren der Wunden, das Essen vor den Augen seiner Jünger wollen sagen: Es handelt sich nicht um rein geistige Angelegenheiten, sondern sie sagen: Der gekreuzigte Jesus Christus ist wahrhaft auferstanden.

 

Was bedeutet der Glaube an die Auferstehung für unser Leben?

  1. Hoffnung über den Tod hinaus

Wir können die Lebens- und Todesangst, die wir alle haben, aufgeben. Paulus sagt es so in seinem Römerbrief: „Nichts kann uns trennen von der Liebe Gottes, auch nicht der Tod“ (vgl. Röm 8)

  2. Hoffnung für unser eigenes Leben

Wir dürfen gelassen leben. Unser Leben hat Sinn, weil Jesus die Gegenwart und Zukunft unseres Lebens ist. Der auferstandene Jesus ist für uns der Garant, dass auch wir nicht im Tod bleiben werden.

  3. Hoffnung für die anderen Menschen

Für unser Leben heißt das: Wir sollen den anderen die Hoffnung auf Christus zeigen, damit ihnen ein Licht aufgeht, damit auch sie diese Hoffnung wagen können. Das hat Konsequenzen für die Art, wie wir Menschen begegnen: Vergebung, Güte, Hilfsbereitschaft, Aufmunterung, aktives Eintreten für sie usw. usw.

  4. Lebendiger Glaube an Gott, der meinen Namen kennt

Jesus, unser Bruder, lebt bei Gott. Dieser Gott bestimmte das Leben seines Sohnes. Er nennt ihn Vater und ist ihm treu über den Tod hinaus. Jesu Auferstehung zeigt uns: Mit diesem Gott kann ein Mensch leben, schon jetzt. Jesus, unser Bruder, setzt sich bei Gott für uns ein. Er ist die Menschlichkeit Gottes. „Ich vertraue fest darauf: Gott hat Jesus nicht im Tod gelassen. Gottes Liebe ist stärker als der Tod.“ Daran glaube ich!

 

Meditation

Jesus Christus, mit Dir will ich aufstehen

            gegen Not und Tod

            gegen Folter und Leiden

            gegen Armut und Elend

            gegen Hass und Terror

            gegen Unterdrückung und Zwang

Mit Dir will ich aufstehen

            gegen alles, was das Leben hindert

Mit Dir will ich einstehen

für alles, was das Leben fördert

Sei Du mit mir damit ich aufstehe mit Dir