Wenn wir also Samstag vorsichtig weiter fortfahren...

„Ich freute mich, als man mir sagte, zum Haus des Herrn wollen wir pilgern“,

sagt der Psalm, und wir freuen uns als Seelsorger, in der Gemeinde Gott zu ehren und im Glauben zu „kommunizieren“. Als Pastor setze ich den Vers dazu: „Jubelt nicht unbedacht!“ (Stand: 8.05..2020)

 

Liebe Gemeindemitglieder, wenn wir nun überall Eucharistie feiern dürfen mit beschränkter Platzzahl …

wollen wir dem Rat der Kanzlerin folgen. Wir möchten durch unser Tun kein Menschenleben gefährden. Das wird nur möglich sein, wenn nur die kommen, die es verantworten können und die sich an den Abstand von 2 Metern in alle Richtungen halten, Paare oder Haushaltsmitglieder untereinander ausgenommen.

 

Das Bistum hat weiterhin von der Sonntagspflicht befreit und fördert die Übertragungen in den Medien, so dass Risikogruppen sich für die Mitfeier am Bildschirm entscheiden können. Unsere Werktagsgottesdienste sind da auch Alternativen mit mehr Platz als sonntags.

Abstand zu halten gilt beim Betreten, beim Kommuniongang  u n d beim Verlassen der Kirchen: Ordnungsdienste werden darauf schauen, dass nur die Plätze mit dem grünen Punkt so belegt werden:

Ein grüner Punkt heißt: Eine Person. Zwei Punkte: Paar oder zwei aus einem Haushalt. Familienbank heißt: Leute aus einem Haushalt.

 

In den Vorbesprechungen haben wir es uns nicht leicht gemacht. Wir hätten gern erst einmal den Versuch mit sechs statt wie bisher allen neun Sonntagsgottesdiensten gestartet. Die Zahl der mit einem grünen Punkt in den Kirchenbänken angegebenen Plätze auf Abstand ist aber klein. Hönnepel 40, Nicolai 120 …

Gerade nach langer Abstinenz wollen wir das vorbereitete Schild „Höchstbesucherzahl ist erreicht!“ nicht heraushängen müssen. Nur an den nächsten fünf Mai Sonntagen gelten noch die alten Gottesdienstzeiten.

Nach Pfingsten wird es ab Juni einen mit den Gremien abgestimmten reduzierten Sonntagsplan mit vierzehntäglichem Wechsel für einige Kirchen geben müssen, da dann Urlaubszeiten und zusätzliche Erstkommunionfeiern eingepflegt werden sollen. Pastor Wiegers darf das Seniorenheim nicht verlassen und hat uns bis März oft mit zwei Sonntags- und zwei Werktagsmessen unterstützt.

 

Zur Hygiene gehört einiges an Neuem:

Abstand zu jeder Zeit; Händewaschen zuhause ist für alle Gottesdiensthelfer Pflicht; Mundschutz ist nicht vorgeschrieben, aber sehr willkommen; keine Weihwasserbecken; keine Kollekte, dafür Körbchen an den Ausgängen; das Gotteslob bleibt auf dem Platz liegen; bringen Sie Ihr eigenes Gotteslob am besten mit! Bei uns wird jedes GL nur 1x in drei Tagen genutzt; der Friedensgruß geschieht mit Lächeln und „Zuneigung“; Küster hantieren mit Handschuhen; Organisten, Lektoren und Kommunionhelfer kommen nicht in die Sakristei; die Lektorenmappen liegen am Lektoren-Sitzplatz, das Lektionar liegt aufgeschlagen auf dem Ambo; wir setzen zu Beginn höchstens einen Ministrantendienst ein; die Gaben stehen schon auf dem Altar bereit; die Hostienschalen auf dem Altar sind immer abgedeckt; nur die Priesterhostie liegt offen auf einer eigenen Patene; zur Kommunionausteilung werden für Priester und Kommunionhelfer Handschuhe bereitliegen. Die Kommunion wird in alle Bänke gebracht. Die Kommunion wird dem Einzelnen wortlos gespendet; Mundkommunion dürfen wir nicht reichen; der Priester spricht für alle zu Beginn: „Der Leib Christi“, worauf die Gemeinde gemeinsam mit „Amen“ antwortet; die Kelchkommunion empfängt der Priester allein in Stellvertretung für alle; Kinder werden ohne Kontakt gesegnet; um die Aerosole gering zu halten, werden wir deutlich weniger singen und die Kirchen vorher und nachher lüften;

 

Taufen, Trauungen und Beerdigungen unterliegen genau denselben Abstandsregelungen, Höchstzahlen und Richtlinien in den betreffenden Kirchen. Auf den Friedhöfen gelten die kommunalen Regeln. Beichtgespräche können die Priester mit Abstand führen; Hauskommunionen und Krankensalbungen werden mit Mundschutz und Handschuhen auf Anfrage der Familien möglich sein; Sterbende wollen wir nicht ohne Begleitung lassen und bitten um zeitige Absprachen.

 

Anstand beim Abstand heißt das Gebot der „Nächstenliebe“, gerade wegen der Gefährdeten.

Gemeinsam dürfen wir miteinander den Glauben würdig und österlich feiern. Gott sei Dank!

Im Namen der Gremien und der Seelsorger: Bleiben wir gesegnet und fröhlich! 

Alois van Doornick

 

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