Kehrumer Schützen

Die Kehrumer Schützen feiern mit Spaß und Ideen ihr Hundertstes Jubiläum mit Jubelkönig Andreas Winkels, seiner Königin Patenkind Kyra de Lange und Jubel-Jugendprinz Janes Adams. Am Ende der Messe mit gereimter Festpredigt gab es ein besonderes Kirmesgeld. Beim Sonntagsfrühstück erhielt der Verein die Ehrenplakette der Heimatministerin des Landes Nordrhein-Westfalen und die Brudermeisterplakette der historischen deutschen Schützenbruderschaften. Die Predigt finden Sie hier:

 

St. Hubertus Kehrum: 100 Jahre Schützen 1925 - 2025

 

50 Bürger +10 Vorstandsmitglieder bei der Gründungsversammlung aufgelistet.

Satzung existiert noch ganz im gedruckten Heft:

 

§ 1: Unter dem Namen „Bürger-Schützen-Verein Kehrum“ hat sich am 22. August 1925 mit Zustimmung der vorgesetzten Behörde vom 4. September 1925 eine Gesellschaft von Männern gebildet, welche es sich zur Aufgabegemacht, die Volkstümlichkeit zu heben, sowie Eintracht, Geselligkeit und Frohsinn in geeigneter Weise zu beleben.

 

1934 Übergang in die St. Lambertus-Bruderschaft Appeldorn

 

1947 bereits Wiederbegründung aus der St.-Lambertus-Bruderschaft heraus:

 

§ 1 Zweck der Bruderschaft ist das Hochhalten von Glaube, Sitte und Heimatgefühl. Die Mitglieder sollen sich dessen stets bewusst sein und im öffentlichen wie privaten Leben auf dieses Ziel auf dieses Ziel durch ihr Beispiel hinarbeiten.

 

§ 2: Durch ihre Mitgliedschaft verpflichten sich die Mitglieder, an gemeinsamen kirchlichen Ämtern, Prozessionen, Wallfahrten der Bruderschaft teilzunehmen sowie mindestens einmal im Jahr mit der Bruderschaft gemeinsam die heilige Kommunion zu empfangen.

 

 

 

Glückwunsch zu Hundert Jahre Schützen in Kehrum

 

Kehrum ist in Feierlaune. Feiern geht in Kehrum prächtig,

denn man höre, sieh und staune: Hundert Jahre, das ist richtig,

gibt’s in Kehrum Schützenwesen, das dem Ort gibt richtig Leben.

Nun geschwungen hat man Besen, putzt heraus zum Fest sich eben.

Bruderschaft hat starke Reihen, Tambourkorps und Fahnenschwenker:

In den Jahren konnt gedeihen der Verein dank der Vordenker:

Vorstand mit dem Brudermeister leitet eine starke Truppe.

Souverän im Jahre weiß der gut zu leiten diese Gruppe.

 

Als vor nunmehr hundert Jahren da zusammen sechzig Herren

mit dem festen Vorsatz waren, „die Volkstümlichkeit“ als deren

Ziel sich bindend einzurichten, „Eintracht, Geselligkeit“ zu leben

und den „Frohsinn“ zu verdichten, wollten mündige Bürger eben

nach dem Krieg und Kaiserreiche sich selbständig stark erheben.

Somit stellten sie die Weiche neu zum heutgen Schützenwesen.

 

So volkstümlich gings zu Werke, Schützenfest gabs im September,

und viel Volk fand sich mit Stärke, niemand blieb im Dorf ein Fremder.

Jedes Haus hat teilgenommen, Kehrum fand sich neu zusammen.

Da begann, wie‘s dann gekommen. Auch die Schule sie bekamen.

Nach dem Krieg in der Baracke Messe hielten sie zum Danke.

Siebenundvierzig stand die Sache: Klar der Bruderschaftsgedanke.

Glaube, Sitte, Heimatgefühle: Christlich den Verein man startet.

Neu sich setzte man die Ziele, als hat Appeldorn gewartet.

Mit Holzkirchlein und der Schule gabs viel örtlich neu zu denken,

dass im Dorf zu aller Wohle mit vereinten Kräften lenken

sollte man, Ortskern zu stärken, eine Kirche sich selbst bauen

und so fand man sich zum werken, konnte eignen Plänen trauen:

 

Achtundsechzig zog in Reihe ein die Bruderschaft mit allen

in die neue Kirch zur Weihe, die allseits fand groß Gefallen.

Trotz all Multimedia, trotz all Hektik dieser Zeiten

auch trotz all Corona-Jahrn kann die Bruderschaft bestreiten

hier im Ort ihr eignes Leben, bleibt zusammen im Vereine,

stets aktiv in dem Bestreben, wächst durch Jugend von alleine,

hält im Dorf ganz viel zusammen, weiß auch Neues zu betreiben,

Heute schießen Herrn und Damen! Eine Queen sie erst beschreiben.

Dafür will dem Jubelprinzen erstmals jetzt ein Thron zujubeln.

Gern stehn sie ihm dann zu Diensten, Jugendarbeit anzukurbeln.

 

Heute also gilts zu danken, dass Gott Glauben weckt im Herzen.

Aneinander sich nun ranken hundert Jahr mit Freud und Schmerzen.

Menschen die Gemeinschaft pflegten, trafen sich zu Mess und Feier,

viel Ideen sie anregten, hielten Glaube, Heimat Treue.

Viele viel an Zeit einbrachten, Treffen gabs mit späten Stunden,

der Verstorbnen sie gedachten, ließen Fahnen flatternd runden.

Weihnachtsbäume sich mutieren hin zu Osterfeuerflammen,

Tambourkorps will stets marschieren, die Musik bringt Leut zusammen.

Vorstandsarbeit gibt es immer, keiner wird hier übersehen,

Einer um den andern kümmert sich im Jahreslaufgeschehen.

Orden ordentlich verleihen ist an Kirmestagen wichtig,

Ehrung öffentlich zu zeigen, ist mit Band und Stern goldrichtig.

 

Schützen schützen unser Leben, fördern fest Zusammenhalten,

schützen auch den Glauben eben, den wir hier vor Ort gestalten.

Mögen Generationen weiter herzlich mit dran wirken,

dass sie alle, die hier wohnen, in der Heimatfreude stärken,

und die Kirch bleibt in der Mitte gut besucht, genutzt, mit Leben

reich gefüllt, ist meine Bitte: Jeder kann dies mit erstreben.

Schützen wir den Gottesglauben in den Herzen eines jeden.

Schützen wir, was will uns rauben Stress, KI und Zeitdruck eben.

 

Mit dem Dank wir hier verbinden, was wir uns in Zukunft wünschen.

Jeder einzeln kann selbst künden, dass sein Einsatz trägt reich Zinsen.

Feiern wird man in zwei Jahren: St. Hubertus (+ 727) Hilf erbeten

haben Menschen, wie sie waren, dreizehnhundert Jahr in Nöten.

Er mög uns hier fest beistehen, wenn wir gehn zu Zukunfts Zeiten,

Gott uns Glaubensfreud erflehen aus des Himmels Herrlichkeiten,

dass bei Kehrums Schützenleuten Gottes Segen möge liegen,

Glaubenssinn und Lebensfreuden, beim Verein Zukunft und Frieden.

 

 

© 2025-08-01 Alois van Doornick