Sakramente

THEOLOGEN SAGEN, JESUS CHRISTUS SEI IN SEINEM WORT, SEINEN HANDLUNGEN UND SEINER PERSON DAS UR-SAKRAMENT DER MENSCHENLIEBE GOTTES. MEHR

FIRMUNG: stark werden – stark bleiben!

Durch die Taufe wird der Mensch neu mit Gott und den anderen Christen verbunden. Er wird Mitglied der Kirche. Es folgt die Aufnahme in die Tischgemeinschaft - die Erstkommunion. Mit dem Empfang des Firmsakraments ist die Eingliederung in die Kirche abgeschlossen.


Was in der Taufe grundgelegt wurde, wird in der Firmung „besiegelt“. Wer sich firmen lässt, sagt: „Ich möchte aus eigenem Entschluss den Weg weitergehen, den meine Eltern und Paten für mich mit meiner Taufe begonnen haben.“ Darin wird der entschlossene stark gemacht, be-stärkt durch die Kraft des Heiligen Geistes.


Weihbischof Lohmann (in 2019 Abt Albert aus Hamborn) spendet das Firmsakrament in Heilig Geist und St. Clemens meist im Herbst. Zur Vorbereitungsphase erhalten die Jugendlichen der 9.Schuljahre zum Anfang des neues Kalenderjahres per Post eine persönliche Einladung. Da wir nur nach den uns vorliegenden Meldedaten anschreiben können, kann es mitunter passieren, dass einige keine persönliche Einladung erhalten. Dennoch sind alle Interessierten zum Vortreffen eingeladen, welches auch auf anderen Wegen angekündigt und beworben wird.

 

Wer die Einladung annimmt, erlebt eine bunte, intensive und anregende Zeit der Lebens- und Glaubensreflexion. Denn nur danach kann im Herbst bei der Firmspendung offen und frei  „JA - Amen“ gesagt werden!

 

Auf Anfrage bereiten die Seelsorger gern auch Erwachsene auf die Firmung vor!

 

 

Firmung

Die Firmspendung will die Taufe vollenden und besiegeln, sie gehört neben Taufe und Eucharistie zu den Einführungssakramenten (Initiation). Das Zweite Vatikanische Konzil sagt: "Durch das Sakrament der Firmung (lat.: = confirmatio; griech.: = myron) werden die Getauften vollkommener (als durch die Taufe) mit der Kirche verbunden; sie werden reich ausgestattet durch eine besondere Kraft des Heiligen Geistes, und sie werden strenger verpflichtet, den Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zu verbreiten und zu verteidigen."

Die Spendung der Firmung geschieht, wie das Neue Testament berichtet, durch Handauflegung, wobei der Bischof spricht: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist." Aus dem Osten kam der Gebrauch des Öles hinzu, die Salbung mit dem Chrisam.

Spender der Firmung ist der Bischof, der auch einen Priester beauftragen kann.

Der Firmling wird durch einen Paten vorgestellt, der selbst gefirmt sein muss. Eltern können aber auch selber ihre Kinder zur Firmung führen.

Wann der richtige Zeitpunkt für den Empfang der Firmung ist, wird heute viel diskutiert. Im 13. Jahrhundert wurde die Firmung, die bis dahin gleich nach der Taufe gespendet wurde, auf das siebte Lebensjahr verschoben.

Die Praxis in Deutschland zielt heute auf einen Zeitpunkt gegen Ende des Pflichtschulbesuches als Entlassung ins tätige Leben. Seelsorger beklagen, dass die Firmung immer mehr zu einem Anlass wird, bei dem Jugendliche die Kirche zum letzten Mal von innen sehen, ähnlich der Konfirmation im evangelischen Bereich.


Quelle: Dorn, Anton Magnus; Eberts,Gerhard (Hrsg.), Redaktionshandbuch Katholische Kirche, München 1996.

 

 

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