AvD-Schatzkiste

Die Texte sind zur privaten Nutzung frei.

Sonntags-Bildgedanken

Archiv Sonntagsbildgedanken 2020/2021

01. 5. Fastensonntag
02. Palmsonntag
03. Gründonnerstag
04. Karfreitag
05. Karsamstag
06. Ostern
07. Ostermontag
08. Weißer Sonntag
09. 3. Ostersonntag
10. 1 Mai
11. Marienmonat Mai
12. 4. Ostersonntag
13. 5. Ostersonntag
14. 6. Ostersonntag
15. Christi Himmelfahrt
16. 7. Ostersonntag
17. Pfingstsonntag
18. Pfingstmontag
19. Dreifaltigkeitssonntag
20. 11. Sonntag im Jahreskreis
21. 12. Sonntag im Jahreskreis
22. 13. Sonntag im Jahreskreis
23. 14. Sonntag im Jahreskreis
24. 15. Sonntag im Jahreskreis
25. Jakobustag am 25. Juli
26. 16. Sonntag im Jahreskreis
27. 17. Sonntag im Jahreskreis
28. 18. Sonntag im Jahreskreis
29. 19. Sonntag im Jahreskreis
30. 20. Sonntag im Jahreskreis
31. 21. Sonntag im Jahreskreis
32. 22. Sonntag im Jahreskreis
33. 23. Sonntag im Jahreskreis
34. 24. Sonntag im Jahreskreis
35. 25. Sonntag im Jahreskreis
36. 26. Sonntag im Jahreskreis
37. 27. Sonntag im Jahreskreis Erntedank
38. 28. Sonntag im Jahreskreis
39. 29. Sonntag im Jahreskreis
40. 30. Sonntag im Jahreskreis
41. 31. Sonntag im Jahreskreis Allerheiligen
42. 32. Sonntag im Jahreskreis
43. 33. Sonntag im Jahreskreis
44. 34. Sonntag im Jahreskreis, Christkönigsfest
45. 1. Advent
46. 2. Advent
47. 3. Advent
48. 4. Advent
49. Heiligabend
50. Weihnachten
51. 1.Sonntag nach Weihnachten
52. Neujahr
53. 2. Sonntag nach Weihnachten
54. Heilige Dreikönige
55. Taufe des Herrn
56. 2. Sonntag im Jahreskreis
57. 3. Sonntag im Jahreskreis
58. 4. Sonntag im Jahreskreis
59. 5. Sonntag im Jahreskreis
60. 6. Sonntag im Jahreskreis
61. Aschermittwoch
62. 1. Sonntag der Fastenzeit
63. 2. Sonntag der Fastenzeit
64. 3. Sonntag der Fastenzeit
65. 4. Sonntag der Fastenzeit

11. 7. Sonntag der Osterzeit

© Alois van Doornick, Bild und Botschaft

120. Von Anfang an dabei. Matthias im Antonius-Altar St. Nicolai Kalkar, Öl auf Eichenholz, „Meister des Kalkarer Marientodes“ (!) 1460. (7. Osters. B Apg 1, 15-26; Joh 17, 11-19)

Im Bild

Der Ausschnitt aus dem Bild der zwölf aus allen Himmelsrichtungen herbeigeeilten Apostel beim „Tod Mariens“ eines bisher nicht identifizierten Meisters vor Derck Baegert zeigt den Apostel Matthias im Gegensatz zu den meisten dargestellten Aposteln unverstellt fast wie ein Porträt in ganzer Lebensgröße, als er in einer aufgeblätterten Bibelhandschrift liest. In der Hand von Maria ist diese Bibel mit dem Wehen des Geistes im Pfingstbild von Jan Joest das Christus-Symbol für „Und das Wort ist Fleisch geworden“. Sein betroffener Blick richtet sich im Gespräch auf Judas Thaddäus. Seine Kopfhaube lässt in ihm einen zeitgenössischen Geistlichen vermuten, der evtl. seinen Vornamen trug. Vielleicht hat er im Bild auch diesen Platz am unteren Rand auch nur als Hinzugewählter unter den Aposteln, der von Anfang an mit Zeuge der Taten und Predigten Jesu war. Aber der voluminöse rote Mantel sowie seine gelassene, ernste Haltung heben ihn bedeutsam hervor.

 

Die Botschaft

Die Wallfahrt zum Grab des heiligen Matthias in der Trierer Benediktinerabtei existiert seit dem 12. Jahrhundert. Trier gehört zu den allerfrühesten Christenzentren und Bischofsstädten Deutschlands bereits im 3. Jahrhundert. Seit Papst Eugen III. mit Bernhard von Clairvaux 1148 die Kirche weihte, in der man die Grabstätte des Matthias auf eine Gründung der Mutter Kaiser Konstantins zurückführte, nahm der Pilgerstrom zum einzigen deutschen Apostelgrab nicht ab. Noch heute gehen jährlich Matthias-Bruderschaften 200 km zu Fuß aus dem Raum Mönchengladbach-Rheindahlen eine Woche lang nach Trier. Ein anscheinend trainierter Architekt aus Mönchengladbach schrieb einen Bericht von seiner Santiago-Fuß-Wallfahrt, wobei er nach der Matthias-Wallfahrt gleich durchstartete und in nur sechs Wochen jeden Tag 50 km bis zum Jakobsgrab zurücklegte. Ein anderer Matthiasbruder berichtete, dass beim Passieren von Bitburg die Anrufung, „Maria, bitt‘ für die ganze Welt!“ jedes Mal zur Erheiterung in der Gruppe und zu tiefen irdischen Sehnsüchten beitrug … „Bit“ für die ganze Welt …

Erst im Nachkriegsdeutschland bekam der Name Matthias (= Geschenk Gottes) bis in die achtziger Jahre Popularität: Mit dem an der Pest 1599 verstorbenen berühmten Pfarrer von St. Nicolai Matthias Holtstegen  finden wir aber auch mittelalterliche Namensträger. In der englischsprachigen Welt verschmelzen leider Matthäus und Matthias zu Matthew, so dass der hinzugewonnene Apostel gar nicht zum Tragen kommt. Sein Gedenktag: 24. Februar.

Lukas legt in der Apostelgeschichte Wert auf die Nachwahl, um die Zwölfzahl zu erhalten, die das Christentum dem auf die zwölf Söhne Jakobs/Israels beruhenden Judentum gleichstellt. Leider taucht der Apostel im weiteren Verlauf der Apostelgeschichte und der Briefe nicht auf. Wer sich wundert, dass bei der Darstellung der zwölf Apostel oft eher Paulus als Matthias in der Zwölferrunde dargestellt ist, sollte im ersten Hochgebet der Messe nachlesen, dass dort bei der Apostelaufzählung vor der Wandlung Paulus sogar als Erster benannt wird mit den elf anderen und Matthias und der Apostelvermittler Barnabas zusammen mit den weiblichen Heiligen nach der Wandlung aufgezählt werden. So gibt es eben auch die andere Tradition, mit Paulus auf die Zwölf-Zahl zu kommen. Ein Dezimalsystem gab es wahrscheinlich in frühchristlichen Zeiten noch nicht. Unsere zwei mal zwölf Stunden des Tages weisen vielleicht auch auf zwölf Stämme Israels und zwölf Apostel. Unsere zwölf Monate ebenso. Von den ersten zwölf Sternenfür Europa ganz zu schweigen. Das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung,  kennt die Stadt Jerusalem mit den zwölf Toren und den zwölf Steinen. 12x12x1000 sind dort die 144.000 Geretteten mit dem Segenszeichen auf der Stirn.

Auch von Ismael, dem Sohn der Magd Abrahams Hagar, wird berichtet, dass er zwölf Fürsten zeugen wird (Gen 14). Moses errichtete vor dem Übergang ins gelobte Land zwölf Steinmale für die zwölf Stämme (Ex 28, 21). Für den Tempeldienst gab es von allen Gegenständen zwölf oder es wurden zwölf Stiere geschlachtet. 145 mal kommt die Zahl Zwölf in der Bibel vor. Jesus Sirach 49, 10: „Weiters die Gebeine der zwölf Propheten - mögen sie emporsprossen von ihrer Stätte; denn sie haben Jakob ermutigt und sie befreit durch zuversichtliche Hoffnung.“

Matthias, der Zeuge, der alle Quellen, der Jesus von Anfang an kennt: Mit dem Zeugnis der Bibel kennen wir die Zwölferrunde des ersten und des zweiten Testamentes. Wir sind vertraut mit der Summe der Traditionsträger des Glaubens seit Abraham, Isaak und Jakob und seit der Zwölferrunde Jesu: Welch große Botschaft ist uns durch Menschen anvertraut und vergegenwärtigt. Es ist fünf vor Zwölf: Wir können wie Matthias der Welt Zeugnis geben jetzt!

Den Text zum ausdrucken (hier klicken)

12. Pfingsten

© Alois van Doornick, Bild und Botschaft

48. Geist im Menschen Maria: Das Wort ist Fleisch geworden.

Petrus, Jakobus und Johannes mit den „Säulen der Kirche“

(Schriftstellen Pfingsten: Ez 37; Joel 3, 1-5; Röm 8, 22-27; Joh 7, 37ff.; Apg 2, 1-11; 1 Kor 12, 3-13; Gal 5, 16-25; Joh 20, 19-23)

 

Im Bild

Der Abendmahlsaal ist mit Kalkarer Ambiente wie beim Abendmahlskreis gefüllt: An die Stelle des Tisches, Jesu und des Leibes Christi sitzt nun aber Maria mit dem aufgeschlagenen „Wort Gottes“ auf/in ihrem Schoß: Das Wehen des Geistes blättert im Buch. Da sie den Geist von der Verkündigung besitzt, hat sie keine Feuerzunge. Hervorgehoben im Vordergrund sind Petrus im anbetenden Aufblick zur Taube, Johannes mit Blick und Hinweis auf Maria und dem langen Fuß als Erdung („Hier ist heiliger Boden!“) und hinter ihm Jakobus wie im Bild Marientod als Porträt von Jacob de Ridder, dem Kalkarer Dominikanertheologen und frisch geweihten Weihbischof, der den Rosenkranz als Marien- und Christusgebet favorisiert hat.

 

Die Botschaft in anklingenden Bibelstellen

Jesaja: „Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht. Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.“ (Jes 11, 1f)

Paulus: „Das Evangelium von seinem Sohn, der geboren ist als Nachkomme Davids, der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten: Durch ihn haben wir Gnade und Apostelamt empfangen, um in seinem Namen alle Heiden zum Glauben zu führen; zu ihnen gehört auch ihr, die ihr von Jesus Christus berufen seid.“ (Röm 1, 4ff)

Johannesbrief: Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns bleibt: Er hat uns von seinem Geist gegeben. (1 Joh 4, 13)

Petrus: „Während ich redete, kam der Heilige Geist auf sie herab, wie am Anfang auf uns. Da erinnerte ich mich an das Wort des Herrn: Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit dem Heiligen Geist getauft werden. Wenn nun Gott ihnen, nachdem sie zum Glauben an Jesus Christus, den Herrn, gekommen sind, die gleiche Gabe verliehen hat wie uns: wer bin ich, dass ich Gott hindern könnte? Gott hat also auch den Heiden die Umkehr zum Leben geschenkt.“ (Apg 11, 15-18)

Offenbarung: Der Geist und die Braut aber sagen: Komm! Wer hört, der rufe: Komm! Wer durstig ist, der komme. Wer will, empfange umsonst das Wasser des Lebens. Er, der dies bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. - Amen. Komm, Herr Jesus! Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen!“ (Schluss der Offenbarung des Johannes) Offb 22,17-21

 

Mit Maria im Abendmahlssaal

Wie willst du den Geist empfangen, wie dich öffnen für den Herrn?

Wie kann er zu dir gelangen, der du zu oft hältst dich fern?

Wo hast du Gesinnungsrunde, Menschen die du triffst und sprichst?

Wer ist denn mit dir im Bunde, dass Gemeinschaft fehlt dir nicht?

 

Mühst du dich um stille Zeiten, an den Nagel hängst den Hut,

dass ein Hören, Sinnen, Schweigen gleichgesinnt dir tut nur gut.

Die Apostel sich versammeln eingeschüchtert dort im Haus

wie beim Abendmahl und stammeln betend, öffnen sich dem Braus.

 

Statt des Herrn die Mutter bildet als „Leib Christi“ wie ein Tisch
nun die Mitte: Bei ihr findet sich das Wort, das wurde Fleisch.

Buch und Schoß von Christus künden, ihre Hände ihn bewahʼrn,

wieder will der Geist sich finden, zeugen ihn, den wir nicht sahn.

 

Uns ist nur die Schrift gegeben und der Zeugen geistvoll Wort.

In Maria wollt sich legen er im Menschen, suchtʼ den Ort.

Ihn wird weiter der entdecken, der sich an Maria hält,

wird leibhaftig Glauben wecken, da sie Gott ihr Ja gestellt.

 

Wie im Abendmahlssaal scharen auch die Jünger sich um sie,

sehn wie bei Maria waren Gottes Paarung, Harmonie.

Feuerzunge sich nicht findet bei Maria: Sie Geist lebt,

als der Geist die Jünger bindet, manch ein Blick auf sie sich hebt.

 

Die dies Bild gestiftet haben, warʼn „Liebfrauenbruderschaft“.

Der Patronin so sie gaben Ehre, spürten Geistes-Kraft.

Dass im Mai Maria ehren wir vor Pfingsten jedes Jahr,

das besagt: Sie kann gewähren Gottes Geist, der in ihr war.

 

Wurzel Jesse, Davids Linie, aller Schriften Mitte, Sinn:

In Maria sehn nicht Wenige Christus, der sich hält uns hin

menschennah, ansprechbar, fühlend, bittend stets für uns bei Gott.

Katechetin mit Gefühlen mütterlichen Wirkens dort
 

präsentiert sie ganz uns Christus von Geburt bis übern Tod

als die Unsre, macht ihn sichtbar uns, der weiten Welt so gut.

Da Gott wollt die Menschennähe, suchte eines Menschen Ja:

Lasst uns auf Maria sehen, die das Wort im Fleisch gebar.

 

Uns doch fehlt das weiblich Fühlen. Auch: „Was Er euch sagt, das tut!“

Sie ein Ruhepunkt im Wühlen, sie, die Frau, macht Männern Mut.

Nicht im Gegensatz muss stehen Geist-, Marienfrömmigkeit.

Heute weiter wolln wir flehen, dass sein Wort wird wirklich Fleisch.

 

Den Text zum ausdrucken (hier klicken)

 

 

 

13. Dreifaltigkeitssonntag

© Alois van Doornick, Bild und Botschaft

122. „Meinen Segen hast du!“ Segnender Auferstandener, Sakramentshaus

St. Nicolai, Sandstein ca. 1450. (Evangelium Pfingsten 2021: Mt 28, 16-20)

 

Im Bild

Das Sakramentshaus im Chorraum der Nicolai-Kirche bezeichnet Guido de Werd als das älteste am Niederrhein. Der Tabernakel ist geborgen in einem aufstrebenden, Fialen-geschmückten Turm, der sich nach oben verjüngt. Zwischen den fünf vorstehenden Fialen treten außen je ein Engel, dann die Himmelskönigin Maria mit Kind, Johannes der Evangelist und mittig der auferstandene Christus hervor: De Werd bezeichnet ihn als „Schmerzensmann“, was eher an einen Passionschristus mit Dornenkrone denken lässt, statt wie hier an den mit seinen fünf Wunden seine Identität als Gekreuzigter vorweisender Auferstandener.

Vorherrschend ist ein Blau der Kleidung mit goldenen Emblemen vor einem blauen Hintergrund. Wegen der Neubemalung des 19. Jh. könnte die Farbgebung nicht mehr ursprünglich sein. Christus trägt in seiner Linken eine bunte Siegesfahnenstange und auf dem Kopf einen bunten Turban. Er hat die Rechte zum Segen erhoben und den Mund zum Sprechen geöffnet.

Die gedrungen, fast plump wirkende Figur sieht De Werd in einem burgundischen Zusammenhang. Neben den Konsolmasken am Gewölbeübergang gehört das steinerne Sakramentshaus zum ältesten Bestand vor allen Altären in St. Nicolai. Maria ist als gekrönte Königin mit Kind schon als himmlische Mutter der Glaubenden gekennzeichnet, während Johannes den vergifteten Kelch mit Wein segnet, aus dem die Schlange entweicht: So wird auch bei ihm die Kraft des Kreuzes Jesu als rettende Macht bezeugt.

 

Die Botschaft

Zu beachten ist der Ort: Über dem Aufbewahrungsort der Kommunion steht der segnende, verwundete Erlöser. Das erinnert an: „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir bis du kommst in Herrlichkeit.“

Der Auferstandene tritt heraus zwischen Maria und Johannes. Damit wird die Kreuzigungsszene aus dem Johannesevangelium weitergeführt, in der der am Kreuz Erhöhte in der letzten Stunde testamentarisch seinen Freund und seine Mutter aneinander verweist: „Siehe, dein Sohn!“, „Siehe, deine Mutter!“ Der vom Gift verschonte Apostel und Evangelist Johannes und die himmlische Königin Maria verstärken die Auferstehungsbotschaft des weiter die Wundmale vorweisenden Christus: Der von der Welt Verwundete will nur mit den Passionszeichen sich als Erlöser präsentieren. Nur so will er zum Segen werden und als Sieger über den Tod dastehen. Aus der Gemeinschaft seiner Heiligen will er auftreten und Segen spenden. Aus dem von Menschen bereits gefüllten Himmel will er uns ansprechen, berufen, befähigen, ermutigen, trösten, bestärken und aussenden.

Ausgestattet ist der Erlöser nur mit den nackten Füßen des Predigers auf der Erde, des Entkleideten im Prozess vor Pilatus, mit der Siegesfahne des Bezwingers des Todes, mit dem Königsmantel der Gerechtigkeit („Er kleidet mich in Gewänder des Heils, er hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit.“) und mit der erhobenen Segenshand, die Himmlisches herabbittet auf die Menschen und die Erde. Und er geht mit: „Ich bin mit euch“.

Die drei Finger deuten auf die Einheit im dreifaltigen Wesen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes: Die Fülle göttlicher Energie und Liebespotentiale wird uns übereignet: „Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere als diese vollbringen, denn ich gehe zum Vater … Er wird euch einen anderen Beistand geben.“ (Joh 14, 12.16)

Die Segenshand kann aber auch die Richtung weisen zu den Menschen: „Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28, 18ff.) Dabei kann die Segenshand eben sowohl als Taufgestus wie auch als Zukunftshinweis oder auch als Himmelsrichtung bis zum Ende der damals bekannten Welt verstanden werden. Dass Jesus mit nackten (und verwundeten) Füßen fest auf der Erde steht, deutet darauf, dass auch wir nicht abgehoben als Christen leben dürfen. Wir sollten uns „auf die Socken machen“ und zu den Menschen ausdrücklich hingehen. Die erhobene Segenshand verweist uns Menschen aber immer neu auf die „höhere Macht“, von der alles Gute kommt: „Und der Segen kommt von oben!“ So geht Pfingsten: Der halbnackte verwundete Erlöser bringt uns beim Kommunionempfang mit dem immer „größeren Gott“ zusammen und sendet uns als pfingstlich Glaubende, den Gottessegen zu den Menschen zu tragen und die am Rand und die „am Ende der Welt“ nicht zu vergessen.

Den Text zum ausdrucken (hier klicken)

14. 10. Sonntag im Jahreskreis

© Alois van Doornick, Bild und Botschaft

124. Die neue Eva und die Schlange. Maria im Marienleuchter St. Nicolai Kalkar. Henrik Bernts und Kerstken van Ringenberg 1508, Henrik Douvermann 1528, Arnt van Tricht 1540

(Evangelium: 10. Sonntag B: Gen 3, 9-15; Mk 3, 20-30)

 

Im Bild

Im Zentrum der Nicolai-Kirche hängt der Marienleuchter, der von vier großen Kalkarer Schnitzern bearbeitet wurde: So hing die mittelalterliche Kerzen-Lichtquelle zur Ausleuchtung gerade in dunklen Monaten im Mittelpunkt und machte gleichzeitig eine Aussage über das „Wort, das Fleisch geworden ist in unserer Mitte“ und der „das Licht der Welt“ und der Kirche ist.

So wird der Besucher zuerst mit der Herkunft Jesu aus dem Stammbaum des Jesse und Davids sowie aus der Jungfrau Maria konfrontiert. Das adventlich-weihnachtliche Geschehen findet hinten im Passions- und Ostergeschehen des Hochaltars seine Fortsetzung. Für den genauen Beobachter aber findet sich in der Strahlenkranz-Madonna auch die große Frau aus dem letzten Buch der Bibel, der Offenbarung des Johannes. Kapitel 12 spricht von der großen Frau, umkleidet mit der Sonne, den Mond unter ihren Füßen, die ihr Kind verteidigt gegen die Schlange. Der große Halbmond unten hat auch ein „Mondgesicht“ und die Schlange windet sich links unter den Füßen der Frau. Das Kind ist fast unterwegs zu uns, so lebendig entwindet es sich den Händen der Mutter auf uns zu. Auch wenn in Offb 12 nicht von Maria die Rede ist: Maria würde auch nicht s anderes wollen als zu sagen: „Nehmt ihn mit! Der ist für euch!“

 

Die Botschaft

Ich bin sehr dankbar, dass in der Kunst von St. Nicolai so viel vom Alten Testament abgebildet ist: Abraham, Isaak, Jakob und Mose, oder im Marienleuchter die aus dem Himmel von Gottvater herunterführende Stammbaumranke der Könige Israels seit Jesse, David und Salomo. Die Schlange macht zudem die Vertreibung aus dem Paradies und den Sündenfall der Menschheit präsent: „Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. Auf dem Bauch wirst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens. Feindschaft setze ich zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. Er trifft dich am Kopf und du triffst ihn an der Ferse.“ (Gen 3, 14.15)

Christen werden in ihren Gottesdiensten penetrant verwiesen auf die Sündenverhaftetheit seit Adam und Eva. Welt und Mensch sind ohne Schuldgeschichten nicht denkbar. Die Adam- und Eva-Geschichte deutet dies vom dauernden „Wie-Gott-sein-Wollen“ der Menschen am „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“. Die Marienfigur wirkt hier wie eine Monstranz, die den eucharistischen Christus uns hinhält zur Verehrung, der uns immer wieder sagt: „Mein Leib, mein Blut zur Vergebung der Sünden“. Christen dürfen in diesem Sinne „über den Dingen stehen“, denn sie haben einen Erlöser gerade in der Ohnmacht eines Kindes und der ausgebreiteten Hände am Kreuz.

Das Evangelium des 10. Sonntags im Jahreskreis B stellt uns Maria vor auf der Suche nach ihrem Sohn. Dieser brüskiert sie: Meine Mutter, meine Brüder? Das sind die hier alle, die das Wort Gottes hören und befolgen! Bereits das Evangelium also erhebt Maria nicht in den Goldglanz süßer Marienbilder. Maria will immer neu mit uns Jesus aufsuchen wie im Evangelium. Wenn wir ihre Nähe suchen, ist uns das ein starker Schutz gegen alle sich „einschlängelnden“ negativen Einflüsse. Heilige Maria, bitte für uns Sünder!

 

Gegrüßet seist du, Maria 

Nicht im Goldglanz willst du erscheinen.

Nicht hoch geehrt werden deinetwegen.

Auf Händen willst du IHN tragen,

auf deinen Händen zu den Menschen hin.

 

Darum sei gerne ge-„grüßt“, ver-„größ“ert

und groß über alle herausgestellt,

weil du hinter IHN zurücktrittst,

weil du Gott in diese Welt kommen ließest,

weil du IHN und seine Jünger umsorgt hast,

weil du trotz allem an IHN geglaubt hast,

weil du für uns ansprechbar bist,

weil du Trösterin der Betrübten bist,

weil du schmerzerfahren bist,

weil du liebenswert bist,

weil du SEINE Mutter bist,

weil du Menschen bei IHM zusammenführst.

 

Gegrüßet seist du, Maria.

Du bist sehr zu begrüßen.

Du bist wirklich groß-artig.

Bitte für uns Sünder!

Jetzt und in der Stunde unsres Todes! Amen.

Den Text zum ausdrucken (hier klicken)

15. 11. Sonntag im Jahreskreis

© Alois van Doornick, Bild und Botschaft

126. Antonius von Padua, überlebensgroße Figur in St. Pankratius Altkalkar, Holz ca. 1920 (?). (Evangelium 11. Sonntag B Mk 4,26-34)

 

Im Bild

An den beiden Stirnwänden der Seitenschiffe in St. Pankratius Altkalkar stehen Figuren zweier großer Ordensheiliger gleicher Machart und Größe: Theresia von Lisieux und Antonius von Padua. Beide haben in ihrer volkstümlichen Kennzeichnung einen Bezug zum Jesuskind: Theresia vom Kinde Jesus, so ist ihr Ordensname bei den Karmeliterinnen in Lisieux/Normandie/Frankreich. Der Franziskaner Antonius wird zur Unterscheidung von seinem eigenen Ordensnamenpatron Antonius Abbas (17. Januar, dargestellt mit Schwein, T-Kreuz, Schelle, Feuer) immer mit der Bibel und dem darauf ihm zugewandten Kind Jesus präsentiert. Die Herkunft und der Schnitzer dieser beiden „Missionare“ und Ordensleute könnte auf ein früheres Schwesternhaus oder auf einen Bezug zu Volksmissionen zurück gehen.

 

Die Botschaft

Der frühere Augustinerchorherr aus gutem Lissaboner Adel um 1190 mit Geburtsamen Fernando nahm beim Eintritt in die gerade erst sich bildende franziskanische Bewegung den Namen heiligen Antonius an mit Blick auf das tiefe Bibellesen des Mönchsvaters im 4. Jh. Nach intensivem theologischem Studium und Missionsversuchen in Nordafrika fiel er als Gast bei einem Treffen der jungen franziskanischen Gemeinschaft bei Franziskus in Assisi/Italien 1221 durch eine auffallend überzeugende Sprach- und Predigtfähigkeit auf. Sofort wurde er zu Predigtreisen in Italien und später in Südfrankreich bestimmt. Franziskus schätzte ihn überaus und nannte ihn sogar seinen „Bischof“, was so viel wie „Wächter/Aufseher“ bedeutet. Für die Armutsbewegung des jungen Franziskus wurde Antonius zum wissenschaftlichen Standbein der nicht in den bischöflichen Strukturen frei tätigen franziskanischen Armuts-Prediger. Gesundheitlich geschwächt zog er sich in die Gegend von Padua zurück, was dem gebürtigen Portugiesen den Beinamen „von Padua“ einbrachte.

Sein früher Tod mit gut 40 Jahren 1231 am 13. Juni, damit seinem Namenstag, regte schon von Beginn zu vielen Legenden an, seine rekordverdächtig schnelle Heiligsprechung 1232 zeugt von hoher Anerkennung im Volk. Vieles wurde ihm an Wundern und Erfolgen angedichtet, weniges ist schriftlich von seinem Wirken festgehalten. Seine Fähigkeit zur Hilfe beim Wiederfinden der verlorenen Dinge hat als Erstes den verlorenen Glauben als Hintergrund. Seine ungeheuer volksnahe Ausstrahlung, seine Predigt für einfache Leute mit intensivem Bibelbezug hinterließ in nur einem Dutzend Jahren ungeheure Wertschätzung. Die historischen Fakten sind hinter den Erzählungen nicht mehr voll greifbar. Dennoch wurde er wie später Theresia von Lisieux zum Kirchenlehrer erklärt.

Man muss wissen, dass die franziskanische Bewegung der Armut und der Jesus-Gemäßheit, der Fröhlichkeit und der von Adelskämpfen und politischen Machttendenzen befreiten Kirchlichkeit so radikal viele Anhänger fand, dass beim Tod des Franziskus bereits 30.000 Menschen seinen Idealen folgten. Der junge Orden konnte mit Mühe seine Strukturen aufbauen und bekam sie erst langsam kirchlich anerkannt. Die Schlichtheit der Sprache, die Naturverbundenheit der Predigtvergleiche, der Verzicht auf Posten und Reichtum, die persönliche Heiligkeit der Gründergeneration führte in einer Zeit der Glaubenskämpfe mit Katharern und Häretikern, mit Schismen und politischer Verquickung zu Wertschätzung im Volk. Die Friedensmission des Franziskus im Heiligen Land setzte Zeichen in Kreuzzugszeiten. Die intensive Benutzung der Bibel und das theologische Studium brachte den ursprünglichen Jesus besser zur Geltung als Reliquienansammlung und Wunderglaube oder als römische Vetternwirtschaft und Kriege im Namen des Glaubens.

Jesus spricht vom Korn, aus dem die guten Früchte von selbst hervorgehen. Die Rückbesinnung auf die arme Lebensweise Jesu und auf den Originalsamen der Bibel haben wie eine Befreiung gewirkt auf die Bevölkerung des 13. Jahrhunderts. Die Armutsbewegung der Dominikaner und der Franziskaner hat wie in der Vision des Franziskus gewirkt: „Bau mir meine Kirche wieder auf!“ Uns Heutige fällt die Besinnung auf das Wesentliche und wirklich Wichtige schwer genug in der Dauerbeschallung und Überversorgung multimedialer Informationsflüsse. In diesen Wochen erleben wir in der Natur, was aus einer Pflanze, aus einem Korn Großes wächst wie beim Senfkorn. Und wir selbst ahnen vielleicht nicht, was aus uns noch werden kann, selbst im Ältersein. Was wächst aus einem kleinen Kind?

Den Text zum ausdrucken (hier klicken)

16. 12. Sonntag im Jahreskreis

© Alois van Doornick, Bild und Botschaft

127. Boot vor Grieth. Bildausschnitt aus Achilles Moortgat (1904-1957), Gemälde Maria als Schützerin, Hl. Jahr 1950. (Evangelium 12. So. JK B, Mk 4, 35-41 Seesturm)

 

Im Bild

Achilles Moortgat lebte nach der Ausbombung von Kleve in Grieth, um dann nach einigen Jahren ins belgische Dendermonde zurückzukehren. Sein Bild „Maria über Grieth“ hängt zusammen mit dem 1950 erklärten Glaubenssatz der „leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel“. Grieth war in dieser Zeit Ankerplatz für die Schiffe zur Übernahme von Wasser und Lebensmitteln. Die Tradition des Schiffervereins und des Shanty-Chors sind bis heute gepflegt. Die Arbeit auf den tuckernden Motorkähnen war keine Ferienreise. Der Bildausschnitt zeigt Windstille und relativ hohes Wasser, gesehen von Grietherort hinüber auf das Schifferstädtchen Grieth.

 

Die Botschaft

„Und es trat völlige Stille ein.“ – „Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen?“

Selten sieht man den Rhein so glatt und reglos wie auf diesem Bild mit dem Blick auf Grieth. Der in Grieth einige Jahre wohnende Maler musste auch „ans andere Ufer“ hinüberfahren für diese Perspektive. Das Wort „Perspektive“, „Durchblick“ spricht schon von dem Erfolg genauen Hinsehens oder der Einnahme eines anderen Standpunkts. Für uns Christen ist der Ortswechsel, der Perspektiv-Wechsel angeraten in diesen Zeiten. Der andere Blick, die andere Position verhilft zu mehr Horizont und Lichtblicken für die Kirche. (Da gibt es ein kleines Leuchten hinter der Griether Kirche.) Es lohnt, den eigenen „Dorfhorizont“ hinter sich zu lassenund „von außen“ auf die Kirche zu schauen. Es kann gut tun, „aus sich heraus zu gehen“ und „Abstand zum Alltag“ zu gewinnen, wie wir jetzt gern in den kommenden Urlaubswochen tun.

Das bedeutet: Aufbruch, oder sogar Ausbruch aus dem Alltag wirkt befreiend. Auch Jesus wollte nicht bleiben bei den vielen Leuten, mit denen er bei seinen ersten Predigten am See konfrontiert wurde. Er wollte auch in andere Dörfer. Er wollte nicht selbst im Mittelpunkt stehen, sondern seine Botschaft „an den Mann/Frau bringen“. Weitblick und Weitsicht tun gut. Auf kurzen Erfolgen und Ereignissen sich ausruhen macht selbstgefällig.

Im Verlauf der ersten Kapitel des Markusevangelium steht die Überfahrt zwischen den beiden Gleichnissen vom Sämann und der selbstwachsenden Saat und dem Heilungswunder der Besessenen von Gerasa, wonach Jesus wieder über den See zurückkehrt, um weiter Wunder zu wirken bei Jairus und der blutflüssigen Frau:  Sturmstillung, Auferweckung und Krankenheilung erregen Aufsehen und führen zu deutlicher Ablehnung bei den Pharisäern.

Wir dürfen uns zu den Jüngern ins Kirchenschiff setzen. Wir dürfen Jesus in unser Boot holen. Wir dürfen vielleicht gerade jetzt in den nächsten Wochen der Ferien die stillen Momente nutzen, auf Jesus in meinem Leben zu blicken. Seine starke Hand des Eingreifens in meine Unruhe anzuschauen. Wir dürfen in den Unruhen des Kirchenschiffs Deutschland uns konsequent, das heißt nachfolgend an ihn halten. Wir dürfen den in unserem Gedächtnis und in unserer Lebensgeschichte „eingeschlafenen Jesus“ wieder aufwecken. Wir dürfen im Kyrie den Kyrios anrufen: „Herr, erbarme dich über unser Kirchenschiff!“ Wir dürfen mit Jesus neue Ufer suchen, um dann gut und bestärkt nach Hause zurückkehren zu können. Jesus am See hielt nichts von Stillstand. Er musste weiter. Er wollte gehen. Er wollte sehen. Er wollte mehr. Auch für uns! Auf weiter!

 

πάντα ῥεῖ, „Alles fließt“ (Heraklit)

Ein Wurm aus dunkler Erde kriecht leicht ins Sonnenlicht
und denkt wie beim „Es werde!“: Schön! Dunkel bleibt es nicht!

Am Abend spürt er sinken der Sonne Licht und Schein.

Betrübt bedenkt er dennoch: Da muss Bewegung sein.

 

Ein Stichling steht im Wasser still staunend vor sich hin,

freut, von der Sonn beschienen, am Leben sich mit Sinn,

fühlt grad am Stromeswirken, dass er es einsehn muss,

schnappt Luft mit seinen Kiemen: Ich leb in ständ’gem Fluss!

 

Ein Löwe liebt Savannen, mag freie, wilde Bahn,

freut von der Sonn gewärmet sich königlich daran,

zieht Luft in seine Nüstern schwer schnaubend stark hinein
und spürt: Ich leb vom Luftstrom, ich seh es selber ein.

 

Ein Elefant in Indien äugt ängstlich hin und her

– das Leben ist gefährlich –, wo denn sein Jüngster wär,

bedenkt, als er sich ansieht: Wie bin ich doch ergraut!

Da sieht man doch den Zeitlauf, es altert meine Haut.

 

Der  Mensch sieht Wurm und Stichling, sieht Löwe, Elefant,

spürt fließen alle Dinge: Luft, Zeit, Fluss fließt im Land.

Er ahnt, dass Gott lässt werden Geschichte, Technik, Bau’n,

Entwicklung, Fortschritt, Denken, die Völker, Weltenraum.

 

Dass Leben Fließen, Gehen, Prozess stets Schritt für Schritt,

ein Weiten, Wachsen, Sehen, das gab der Schöpfer mit.

Der Mensch, vor Jahr’n geboren, dann vielfältig im Fluss,

bald fließend ist erkoren, dass er flugs aufstehn muss.

Den Text zum ausdrucken (hier klicken)

AvD-Schatzkiste

Ehe+Jubliäen