AvD-Schatzkiste

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Sonntags-Bildgedanken

Archiv Sonntagsbildgedanken 2020/2021

01. 5. Fastensonntag
02. Palmsonntag
03. Gründonnerstag
04. Karfreitag
05. Karsamstag
06. Ostern
07. Ostermontag
08. Weißer Sonntag
09. 3. Ostersonntag
10. 1 Mai
11. Marienmonat Mai
12. 4. Ostersonntag
13. 5. Ostersonntag
14. 6. Ostersonntag
15. Christi Himmelfahrt
16. 7. Ostersonntag
17. Pfingstsonntag
18. Pfingstmontag
19. Dreifaltigkeitssonntag
20. 11. Sonntag im Jahreskreis
21. 12. Sonntag im Jahreskreis
22. 13. Sonntag im Jahreskreis
23. 14. Sonntag im Jahreskreis
24. 15. Sonntag im Jahreskreis
25. Jakobustag am 25. Juli
26. 16. Sonntag im Jahreskreis
27. 17. Sonntag im Jahreskreis
28. 18. Sonntag im Jahreskreis
29. 19. Sonntag im Jahreskreis
30. 20. Sonntag im Jahreskreis
31. 21. Sonntag im Jahreskreis
32. 22. Sonntag im Jahreskreis
33. 23. Sonntag im Jahreskreis
34. 24. Sonntag im Jahreskreis
35. 25. Sonntag im Jahreskreis
36. 26. Sonntag im Jahreskreis
37. 27. Sonntag im Jahreskreis Erntedank
38. 28. Sonntag im Jahreskreis
39. 29. Sonntag im Jahreskreis
40. 30. Sonntag im Jahreskreis
41. 31. Sonntag im Jahreskreis Allerheiligen
42. 32. Sonntag im Jahreskreis
43. 33. Sonntag im Jahreskreis
44. 34. Sonntag im Jahreskreis, Christkönigsfest
45. 1. Advent
46. 2. Advent
47. 3. Advent
48. 4. Advent
49. Heiligabend
50. Weihnachten
51. 1.Sonntag nach Weihnachten
52. Neujahr
53. 2. Sonntag nach Weihnachten
54. Heilige Dreikönige
55. Taufe des Herrn
56. 2. Sonntag im Jahreskreis
57. 3. Sonntag im Jahreskreis
58. 4. Sonntag im Jahreskreis
59. 5. Sonntag im Jahreskreis
60. 6. Sonntag im Jahreskreis
61. Aschermittwoch
62. 1. Sonntag der Fastenzeit
63. 2. Sonntag der Fastenzeit
64. 3. Sonntag der Fastenzeit
65. 4. Sonntag der Fastenzeit

Archiv Sonntagsbildgedanken 2021/2022

01. 5. Fastensonntag
02. Palmsonntag
03. Gründonnerstag und Karfreitag
04. Ostern
05. Weißer Sonntag
06. 3. Sonntag der Osterzeit
07. 4. Sonntag der Osterzeit
08. 5. Sonntag der Osterzeit
09. 6. Sonntag der Osterzeit
10. Christi Himmelfahrt

11. 7. Sonntag der Osterzeit
12. Pfingsten
13. Dreifaltigkeitssonntag
14. 10. Sonntag im Jahreskreis
15. 11. Sonntag im Jahreskreis
16. 12. Sonntag im Jahreskreis
17. 13. Sonntag im Jahreskreis
18. 14. Sonntag im Jahreskreis
19. 15. Sonntag im Jahreskreis
20. 16. Sonntag im Jahreskreis

21. 17. Sonntag im Jahreskreis
22. 18. Sonntag im Jahreskreis
23. 19. Sonntag im Jahreskreis
24. 20. Sonntag im Jahreskreis
25. 21. Sonntag im Jahreskreis
26. 22. Sonntag im Jahreskreis
27. 23. Sonntag im Jahreskreis
28. 24. Sonntag im Jahreskreis
29. 25. Sonntag im Jahreskreis
30. 26. Sonntag im Jahreskreis

31. 27. Sonntag im Jahreskreis
32. 28. Sonntag im Jahreskreis
33. 29. Sonntag im Jahreskreis
34. 30. Sonntag im Jahreskreis
35. 31. Sonntag im Jahreskreis
36. 32. Sonntag im Jahreskreis
37. 33. Sonntag im Jahreskreis
38. Christkönigsfest
39. 1. Advent
40. Sonntagsgedanken zum 01.12.2021

41. 2. Advent
42. Nikolaus-Tag
43. 3. Advent
44. 4. Advent
45. Heiligabend
46. Weihnachten (Fest der Hl. Familie)
47. Neujahr
48. Taufe des Herrn
49. 2. Sonntag im Jahreskreis
50. 3. Sonntag im Jahreskreis

51. 4. Sonntag im Jahreskreis
52. Mariä Lichtmess
53. 5. Sonntag im Jahreskreis
54. 6. Sonntag im Jahreskreis
55. 7. Sonntag im Jahreskreis
56. 8. Sonntag im Jahreskreis
57. 1. Sonntag der Fastenzeit
58. 2. Sonntag der Fastenzeit
59. 3. Sonntag der Fastenzeit
60. 4. Sonntag der Fastenzeit

11. 7. Sonntag der Osterzeit

© Alois van Doornick, Kalkar, Bild und Botschaft

172. Johannes der Zeuge. Sieben-Schmerzen-Altar Kalkar, Hendrick Douvermann 1520, Eiche

(Evangelium 7. Ostersonntag C: Offb 22, 12-14.16-17.20; Joh 17, 20-26)

 

Im Bild

Henrick Douvermann umrahmt die Darstellung der Sieben Schmerzen Mariens in seinem weltbekannten Altar mit den Wurzelsträngen des Stammbaums Jesu seit Abraham, Jesse, David und Salomon. Diese münden oben im Gesprenge in die Gestalt Marias mit ihrem Kind. Die „große Frau“, die in Offenbarung 12 ihr Kind gegen den Satan verteidigt, wird mit Maria und ihrem Sohn gleichgesetzt. Verehrt wird diese Frau mit dem „neuen König“ auf dem Arm von Kaiser Augustus links und dem Seher und Schreiber der Offenbarung des Johannes hier rechts im Gesprenge. Der den Schreiber anleitende Engel verweist auf das Kind in der Hand Marias oben im Mittelteil. Ins Bild gebracht ist die in der Offenbarung häufiger zitierte Anweisung „Schreibe es auf!“

 

Die Botschaft

Immer wieder ist man überrascht, wie die Stichworte unserer Kunstwerke sich unvermutet in Bibelstellen wiederfinden. So endet im 22. Kapitel die Offenbarung des Johannes, so endet unsere Bibel auf seiner letzten Seite: „Und der Engel sagte zu mir: Diese Worte sind zuverlässig und wahr. Gott, der Herr über den Geist der Propheten, hat seinen Engel gesandt, um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muss. Siehe, ich komme bald. Selig, wer an den prophetischen Worten dieses Buches festhält! Ich, Johannes, habe dies gehört und gesehen. … Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt als Zeugen für das, was die Gemeinden betrifft. Ich bin die Wurzel und der Stamm Davids, der strahlende Morgenstern. Der Geist und die Braut aber sagen: Komm! Wer hört, der rufe: Komm! Wer durstig ist, der komme! Wer will, empfange unentgeltlich das Wasser des Lebens! … Und wer etwas wegnimmt von den prophetischen Worten dieses Buches, dem wird Gott seinen Anteil am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt wegnehmen, von denen in diesem Buch geschrieben steht. Er, der dies bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. - Amen. Komm, Herr Jesus! Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen!“

Der Seher Johannes auf der Insel Patmos, oft gleichgesetzt mit dem Apostel Johannes, schreibt seine Visionen aus der Erfahrung der bedrängten Gemeinden, in denen die Jeus-Botschaft wieder verloren zu gehen scheint. Bedrängnisse erfahren die kleinen Gemeindegruppen, der Kreuzestod Jesu wird mit dem geopferten Lamm verglichen, die Botschaft „mit sieben Siegeln“ gilt es zu entschlüsseln, Standhalten ist in den Gemeinden gefragt, die Leitenden werden als Säulen oder Leuchter dargestellt, Endzeitstimmung wird verbreitet, die Gemeinde wird als Braut des Lammes gedeutet, die sich in der Verehrung mit der Gemeinschaft des Himmels, den Engeln, Heiligen , 24 Ältesten und vier Wesen verbindet. Mit dem Lamm in der Herrschaft entsteht ein Gegenbild der Gottesherrschaft unserer Vorstellungen: Gottes Macht in der Schwäche, Gottes Rettung in der Passion, Gottes Sieg im Untergang des „Lammes“ Jesus.

1. Nach allen österlichen Zeugnissen: Wie präsent ist uns das Lesen der Bibel? Bleibt es für uns „ein Buch mit sieben Siegeln“, das wir im Schrank stehen haben, aber nicht lesen? Jeden Tag können wir auf der Kalkarer Internetseite die Tageslesungen anschauen und nachlesen, auch wenn wir nicht zur Kirche gehen. Damit erhält man in drei Jahren die wichtigsten Bibelstellen im Zusammenhang des Kirchenjahres vorgestellt.

2. Nehme ich Anteil an den Bedrängnissen der Kirche heute? Die Kirchengeschichte zeigt von Anfang an, dass Kirche sich in Krisensituationen und aus äußeren Bedrängnis-Erfahrungen in der „Diaspora-Situation“ neu aufstellt.

3. Sehr empfehlenswert ist das Lesen der sieben Sendschreiben an sieben verschiedene Gemeinden im Mittelmeerraum auf den ersten Seiten der Offenbarung des Johannes: „Wer Ohren hat zu hören, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!“: Siehe Kapitel 2 und 3!

4. Möchte ich selber einmal „Schreiber“ sein wie im Bild Johannes auf der Insel Patmos? Warum soll ich meine Gebete, meine Visionen, meine Anfragen und Klagen, meine Hoffnungen und Bitten nicht aufschreiben. Wer schreibt, der bleibt! Beim Schreiben wird manches konkreter. Beim Schreiben halte ich Bedachtes für später fest. Beim Schreiben fließt manches aus der Feder, was ich mit dem Denken alleine nicht formuliere …

 

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12. Pfingsten

© Alois van Doornick, Kalkar, Bild und Botschaft

173. Österlicher Friedensgeist. Osterkerze 2022 in St. Regenfledis Hönnepel

(Evangelium Pfingsten: Apg 2, 1-11; 1 Kor 12, 3-13; Röm 8, 8; Joh 20, 19-23/14, 26)

 

Im Bild

In Hönnepel hat die Osterkerze im Jahr 2022 eine besondere Gestaltung. Die Zeichnung des Messias Jesus in der Kombination mit den fünf Wunden schmückt die Kerze und führt die mittelalterliche Bildtradition fort, den Auferstandenen immer (noch) mit seinen Wunden zu zeigen. Gerade an den Wunden, an seiner Passion für die Menschen und seiner Passionsbereitschaft für die Welt erkennt Thomas seinen „Herrn und Gott“. Neu ist für mich auf der Osterkerze die Taube als Zeichen des Heiligen Geistes. Zudem trägt die Zeichnung der zu Noah zurückkehrenden Taube im Schnabel einen Olivenzweig. (Gen 9, 8.12)

 

Die Botschaft

„Dann ließ er eine Taube hinaus, um zu sehen, ob das Wasser auf dem Erdboden abgenommen habe. Die Taube fand nichts, wo sie ihre Füße ruhen lassen konnte, und kehrte zu ihm in die Arche zurück, weil über der ganzen Erde noch Wasser stand. Er streckte seine Hand aus und nahm sie wieder zu sich in die Arche. Dann wartete er noch weitere sieben Tage und ließ wieder die Taube aus der Arche. Gegen Abend kam die Taube zu ihm zurück und siehe: In ihrem Schnabel hatte sie einen frischen Ölzweig. Da wusste Noach, dass das Wasser auf der Erde abgenommen hatte. Er wartete noch weitere sieben Tage und ließ die Taube hinaus. Nun kehrte sie nicht mehr zu ihm zurück.“

Die zwei Mal benannten „sieben Tage“ lassen schon auf eine Sabbat-Tradition schließen genauso wie die 40 Tage Regenzeit: Der Tag der Ruhe für den Herrn ist für uns immer ein „Ostertag“, an dem wir den Tod und die Auferstehung „erinnern“ und aktiv „begehen“. In vielen Kirchen brennt darum bis Pfingsten die Osterkerze im  Chorraum und auch nach Pfingsten am Taufbecken. Aber über den Dank für das Leben, Sterben und Auferstehen Jesu bringen wir Gott sonntags das Lob für das Wachsen und Gedeihen und Bestehen der Schöpfung. Mose baute als Erstes einen Altar, um Gott zu „versöhnen“ und wir werden beim „Neuen und ewigen Bund“ der Wandlung erinnert durch den Regenbogen an Gottes erste Bundeszusage: „Der HERR roch den beruhigenden Duft und der HERR sprach in seinem Herzen: Ich werde den Erdboden wegen des Menschen nie mehr verfluchen; denn das Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend an. Ich werde niemals wieder alles Lebendige schlagen, wie ich es getan habe. Niemals, so lange die Erde besteht, werden Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht aufhören.“ (Gen 9, 21f)

Der Besuch der Friedensgebete erlahmt leider sehr schnell, was hoffentlich nicht auf das mangelnde Vertrauen auf die Kraft unserer Gebete schließen lässt. Wir müssen aber selbst damit rechnen, dass menschliche Herzen träge sind, oder wie es Gen 9, 20 ausdrückt: „das Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend an.“ Egoismus, Trägheit, Gottvergessenheit, Spaßgesellschaftsdenken gibt es nicht nur bei Anderen.

Die Friedenstaube überbringt eine Botschaft als pfingstliches Zeichen und lässt uns fragen:

1. Nehmen wir von Woche zu Woche unsere Welt ins Gebet wie Mose nach sieben Tagen neue Versuche startet?

2. Sehen wir das Auferstehungsgeschehen Jesu und seine feurige Geistgabe auch als Impuls zum „Aufstehen“ für eine gute Schöpfung?

3. Wissen wir um das Böse in uns, oder sind die Bösen immer nur die Anderen?

4. Brennt in uns das Licht des Glaubens, das Feuer von Begeisterung, der Wind der Erneuerung für die Kirche?

5. Wie sieht unser „Dankopfer“ aus für die Bewahrung vor Nöten, vor Krankheit, vor Unglücken, vor „menschlichen“ Fehlern und Sünden?

6. Kommen wir auf einen „grünen Zweig“ der Hoffnung und „befassen“ uns wie Thomas „tatsächlich“ mit Christus?

 

Im Juni

Juni will zum Sommer führen,

unverbraucht noch Luft und Grün.

Hitze ist noch kaum zu spüren;

staunend sehn die Welt: Wie schön!

Pfingstlich will der Geist uns senden,

aufblühn darf des Glaubens Glut.

Die in Trübsal sich noch fänden,

sollten sehn: Gott braucht uns gut!

 

Aus: Monatsgedichte

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13. Dreifaltigkeitssonntag

© Alois van Doornick, Bild und Botschaft

125. Weizen und Trauben, Monstranz St. Barnabas, Silber teilvergoldet, Wierick Somers III. (+ 1717), Antwerpen, 1698

(Evangelium Dreifaltigkeitssonntag C: Spr 2, 22-31; Röm 5, 1-5; Joh 16, 12-15)

 

Im Bild

Unter einer kreuzgeschmückten Krone thront eine Halbfigur von Gottvater über einer Taube vor einem Sonnenkranz. Die Fassung für die Hostie ist von einem getriebenen Blumenkranz umgeben. So ist die Präsentation des einig dreifaltigen Wirkens Gottes in den drei Personen aus Vater, Geist und Sohn Thema der Monstranz: Sie wird ja zumeist beim Hochfest Fronleichnam nach allen österlichen und pfingstlichen Festen zur „Demonstration“ auf unseren Straßen genutzt. Die Gemeinde hat an den vorausgegangenen Sonntagen die Abschiedsreden Jesu, die Rückkehr Jesu zum Vater und die Geistsendung als Ausfluss von beiden wahrgenommen und festlich im Credo immer wieder bekannt.

Im weiteren Umkreis weisen fein ziselierte Ähren und Trauben auf die eucharistischen Gestalten sowie die Engelputten außen mit den Leidenszeichen auf die Lebenshingabe dessen, der uns das Brot als seinen Leib hinterließ. Eine Zugabe des 19. Jahrhunderts ist der Stern. Der mit Blätterranken geschmückte Fuß trägt vorne und hinten je ein Profilbild Jesu und der Gottesmutter. Die äußerst kunstvolle und plastisch geformte Monstranz ist immerhin 72 cm hoch und ist im Kalkarer Dorf von der Kunstwelt erst spät als äußerst kostbare Antwerpener Silberschmiede-Arbeit aufgefallen. Vergleichbare, aus dieser Grundform weiter entwickelte Werke, so Hans-Peter Hilger in einer ausführlichen Beschreibung, stehen in der Abtei Averbode/Belgien, in zwei Kirchen in Antwerpen, in Maastricht, Maasbree und Leiden.

 

Die Botschaft

Das bevorstehende Fronleichnamsfest sowie der Barnabas-Tag am 11. Juni lassen uns am Dreifaltigkeitstag auf die Kornähren schauen in der kostbaren Niedermörmterer Monstranz in der St.-Barnabas-Kirche. Sie sind alles andere als Beiwerk. Man kann schon beim Weizenkorn-Gleichnis Jesu anfangen, das er auf sich selbst münzt: ER ist das Korn, das in die Erde gelegt wird und hundertfältig ja millionenfach Früchte trägt in uns Christen bis heute. Ein Samenkorn wandelt sich zu Halm und Ähre. Gemahlene Körner wandeln sich zu Mehl. Mehl wandelt sich mit Wasser und Hitze zu Brot. Jesus wandelt Brot und Wein in seinen Leib und sein Blut. Christen werden verwandelt, wenn sie in der Messe diese Gestalten in sich aufnehmen und aus dieser Lebensenergie Früchte der Liebe im Alltag bringen: Alles ist Wandlung. Alles ist Wachsen und Werden. Es gibt die Zeit der Aussaat und dann gibt es wie im Sonntagsevangelium die Zeit der Freude an der Ernte. Obwohl für uns die Erntezeit erst im Herbst dran ist, mag dieser frühe Erntebezug aus dem Markusevangelium noch zurückdenken an das Pfingstfest sieben Wochen nach dem Pessah-Fest, das bei den Juden als Erntefest Schawuot gefeiert wird.

Solche Monstranzen lassen uns Christen bei der Anbetung immer im Wechsel der drei Gotteszuwendungen als Vater, Sohn und Geist Antwort geben auf das unfassbare Geheimnis, das wir Gott nennen. Allein der unendliche Kreis in der Mitte und die Sonne lasen uns immer wieder unsere messbaren Systeme sprengen. Der Gegensatz zwischen dem schlichten Brot und dem teuren Gold lassen uns blicken auf den unermesslichen Schatz, der uns im Glauben gegeben ist, wenn Gottes Abstieg in das kleine Zeichen des Brotes und des Weines auch durch unsere teuersten Gerätschaften nicht in annähernd angemessener Weise eingeschlossen und in würdiger Weise gefeiert werden kann.

Die Weisheitslesung beschreibt die unendliche Weisheit und Andersartigkeit Gottes. Der Römerbrief spricht vom Frieden aus der Gnade Gottes. Der Geist Gottes wird uns lehren und in die ganze Wahrheit einführen: „Er wird sagen, was er hört und es euch verkünden.“ (Joh 16, 15) Nehmen wir uns beim Beten vor der ausgestellten Monstranz oder vor dem Tabernakel die Zeit, der ganz anderen Weisheit Gottes auf die Spur zu kommen. Lassen wir uns wandeln in jeder Messe, werden wir zu Bewunderern und anbetenden Lobsängern der nur ahnungsvoll im Geheimnis der Dreifaltigkeit zu realisierenden Zuwendung und liebevollen Wegbegleitung Gottes. Wenn wir schon nicht so weit kommen, dass der Geist uns in die ganze Wahrheit einführt, sollten wir uns in der Wahrheit Gottes führen lassen.

 

Lothar Zenetti, Inkonsequent

Frag 100 Katholiken,
was das Wichtigste ist in der Kirche.
Sie werden antworten:
die Messe.
Frag 100 Katholiken,
was das Wichtigste ist in der Messe.
Sie werden antworten:
die Wandlung.
Sag 100 Katholiken,
dass das Wichtigste in der Kirche die Wandlung ist.
Sie werden empört sein:
„Nein, alles soll so bleiben, wie es ist!“

 

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14. 12. Sonntag im Jahreskreis

© Alois van Doornick, Kalkar, Bild und Botschaft

174. Hinter Jesus her. Kreuztragung im Hochaltar St. Nicolai,

Meister Arnt, ca. 1490, Eiche

(Evangelium 12. So. C, Sach 12, 10f.; 13, 1; Lk 9, 18-24)

 

Im Bild

Die Kreuztragungsszene links unten im Hochaltarbild von St. Nicolai folgt einem festgelegten Bildschema, das auch bei Israhel von Meckenems Stichen zu finden ist: Zu dem kreuztragenden Jesus und dem helfenden Simon von Cyrene gibt es rechts einen an einem Seil ziehenden, rückwärtsgewandten Schergen, dazu einen auf Simon einredenden Soldaten sowie weitere Schreihälse.

Allen voran ziehen Pilatus und der Hohepriester Kajaphas reitend auf stolzen Pferden. In St. Nicolai aber trägt Simon auffallend ein Mönchsgewand: Hier wurde ein wichtiger Auftraggeber an bezeichnender Stelle verewigt. Nikolaus Braickmann war, so Friedrich Gorrissens Forschungen, 25 Jahre Prior des aufstrebenden „Kreuz“-herrenklosters Marienvrede bei Dingden und sein Vater schon seit Jahrzehnten Kirchmeister an St. Nicolai. Als der nach langem Suchen beauftragte Meister Arnt in Zwolle plötzlich 1492 starb, hatte er gerade die Hälfte der 18 Blöcke für das 4,5 x 6 m große geschnitzte Retabel fertig, die man schnell in Zwolle abholte, im Rathauskeller einlagerte und erst 15 Jahre später von Ludwig Jupan aus Marburg vollenden ließ.

 

Die Botschaft

Wie oft mögen die Mönche des „Kreuzherrenklosters“ das Kreuz Jesu meditiert und das Wort der Kreuzesnachfolge für sich bedacht haben. Mit Christus an und in dieser Welt zu leiden, die im Mittelalter viel bedrängenderen Kreuze körperlicher Nöte und seelischer (Sünden-) Ängste auszuhalten, die Sorgen der Mitmenschen mitzutragen und geduldig ihre Schwächen auszuhalten: Der Auftrag Jesu, das eigene Kreuz zu tragen hatte schon damals viele Facetten.

Der Niederrhein sagt: „Jeeder Hüüske hätt sinn Krüüske!“ Unter dem schönen Schein bürgerlichen und auch betont christlichen Lebens verbirgt sich bei vielen Familien manches an Fragen, Problemen und Belastendem. Das Sprichwort ist Trost in unserem stetigen Vergleichen mit andern. Es lädt uns ein, die Nöte der Mitmenschen besser zu erkennen und besser zu verstehen, um sie auch mittragen zu können.

Zentral ist in dieser oft präsentierten Darstellung der Blick Jesu auf den Betrachter. Auch Jesus lädt ein, dass wir sein Leid mitfühlen, durchdenken, verstehen, deuten. Gerade die Devotio moderna drängte die nach Innerlichkeit Suchenden, mit Jesus zu empfinden, seinen Schmerzen „nachzugehen“. Der Blick auf Jesu Leiden für die Welt öffnet auch die Möglichkeit der guten Einordnung der eigenen Sorgen, Beschwernisse, Krankheiten, Belastungen … Und: Jesus bietet sich uns an: Ich trage freiwillig die Schuld und Not der Menschen und verbinde euch mit dem Vater.

 

Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist (Joh 19,2)

5. Von hier nach dort wirst du getrieben, / die Kläger stehen lügend auf,

in langer Nacht bist aufgerieben, / der Morgen nimmt dann seinen Lauf.

Soldaten treiben mit dir Hohn / mit Königsmantel, Dornenkron.

6. Pilatus fragt: „Bist du ein König?“ / Der Wahrheit König bist du nur.

Sein Wort der Masse gilt zu wenig. / Man treibt dich auf des Kreuzwegs Spur.

Mit Dornen dieser Welt bekrönt, / gehst du den Weg, der uns versöhnt.

 

Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat (Joh 19,17)

7. Den Kreuzesbalken nimmst du an dich, / das Kreuz nimmst an du ganz bewusst,

und so nimmst du auch leidend an mich: / Du spürst, was du erreichen musst.

Auch mein Heil trägst du mit hinauf, / wenn du nach Golgota schaust aus.

8. Der eine trägt dein Kreuz gezwungen, / die andre wischt den Schweiß dir ab.

Den Klagefrauen nicht gelungen / ist, dich vom Weg zu halten ab.

Auch deine Mutter sieht mit an / das Unrecht, das man dir getan.

 

Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist (Joh 17,18)

9. Jerusalem kreuzigt nun wieder / seine Propheten, gottgesandt.

Man kreuzigt dich, nagelt die Glieder. / Hoch aufgereckt ist deine Hand.

Du greifst nach uns und greifst nach Gott / und übergibst den Geist im Tod.

10. Dein Kreuz steckt tief in unsrer Erde, / dein Kreuz ragt in den Himmel weit.

Ach, dass die Welt zu dir sich kehrte, / säh deine Menschenfreundlichkeit,

säh die Passion, die Leidenschaft, / mit der den Kreuzweg du geschafft!

 

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15. 13. Sonntag im Jahreskreis

© Alois van Doornick, Kalkar: Bild und Botschaft

20. Glaubensgehorsam: Abraham und Isaak auf dem Weg zum Lebensopfer. Jan-Joest-Flügel Hauptaltar Kalkar St. Nicolai 1509

(2. Lesung Osternacht Gen 22; auch: 13. So. C 1 Kön 19,16-21; Lk 9, 51-62)

 

Im Bild

Bei geöffneten Flügeln steht dieses Abraham-Doppel-Bild links neben der in einem Kirchengewölbe gezeigten und geschnitzten Kreuzigung, gegenüber das Bild mit Mose und der kupfernen Schlange. Das Isaak-Opfer auf dem Berg Moriah oben wird ebenso mit dem Sinn des Kreuzes Jesu verglichen wie die Erhebung des Rettungszeichens der kupfernen Schlange. Isaak schleppt unten im Bild sein Holz auf den Berg wie der Sohn Jesus sein Kreuz nach Golgotha.

 

Die Botschaft

Jesus, der Retter am Kreuz, wird als der neue Mose als Führer seines Volkes gezeigt genauso wie der Glaube und Gehorsam des Abraham gegenüber Gott und des Sohnes Isaaks gegenüber seinem Vater auf Christus gedeutet werden. Die Psalmen und Prophetentexte sprechen vom Bund mit Abraham und von den Nachkommen „so zahlreich wie die Sterne …“ Das Neue Testament deutet an vielen Stellen das Abrahamsopfer auf Kreuz und Auferstehung.

Die Juden sagen zu Jesus: „Abraham und die Propheten sind gestorben, du aber sagst: Wenn jemand an meinem Wort festhält, wird er auf ewig den Tod nicht erleiden. Bist du etwa größer als unser Vater Abraham? Jesus antwortete: Wenn ich mich selbst verherrliche, ist meine Herrlichkeit nichts. Mein Vater ist es, der mich verherrlicht, er, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott. Ich kenne ihn und halte an seinem Wort fest. Euer Vater Abraham jubelte, weil er meinen Tag sehen sollte. Er sah ihn und freute sich.“ (Joh 8, 52-58) Der reiche Prasser sagt zu Abraham: „Nein, Vater Abraham, aber wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren. Darauf sagte Abraham zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.“ (Lk 16, 30f) Paulus vergleicht Isaak und Christus: „Und da die Schrift vorhersah, dass Gott die Völker aufgrund des Glaubens gerecht macht, hat sie dem Abraham im Voraus verkündet: In dir sollen alle Völker gesegnet werden. Also werden sie, die glauben, gesegnet mit dem glaubenden Abraham. … Abraham und seinem Nachkommen wurden die Verheißungen zugesprochen. Es wird nur von einem gesprochen: und deinem Nachkommen; das aber ist Christus.“ (Gal 3, 9-16) Die spätere Deutung des Geschehens blickt auf die Auferstehung: „Aufgrund des Glaubens brachte Abraham den Isaak dar, als er auf die Probe gestellt wurde, und gab den einzigen Sohn dahin. Er verließ sich darauf, dass Gott sogar die Macht hat, Tote zum Leben zu erwecken; darum erhielt er Isaak auch zurück. Das ist ein Sinnbild.“ (Hebr 11, 17-19)

 

Wir können bei diesem Bild auch denken an die Einladung Jesu zur Kreuzesnachfolge, wenn Isaak hier sein Bündel Holz wie Jesus sein Kreuz den Berg hinauf trägt: Der Gehorsam des Sohnes, sein Kreuz auf sich zu nehmen …

Wir lassen uns nicht gern „einspannen“ für anderer Interessen, wir lassen uns nicht gern mit den Sorgen anderer belasten, wir drücken uns sogar gern selbst oft davor, die eigenen Probleme anzupacken, zu „schultern“ …

Es gilt in unserem Leben, den vorausgehenden Jesus fest im Blick zu behalten, seine Lebens-„art“ zu übernehmen, seinen Lebensstil in der Sorge für die Schwächeren und Belasteten mutig selbst zu übernehmen.

 

Ins Schwert greift Gott dem Abraham, prüft schwer dem Mann den Gottessinn.

Dem, der sein Kind zu töten kam, stellt neu das Gottesbild er hin.

Was Kanaanitern gängig war, ist Juden unvorstellbar nun.

Hier wird für heutʼge Zeiten klar: Es geht kein Morden durch Religion.

Die Kreuzstruktur liegt überm Bild, hoch weist die Mittelachse auf.

Golgotha-Höh‘ Heil schenkt und Schild, quer greift Gott ein in Menschenlauf.

Zum Lachen „Isaak“ nicht zumut,   (Isaak = er lacht) der Abraham spät geboren war,

fragt unten nach dem Opfergut. ̶̶̶̶- „Gott selber bringt sein Opfer dar!“

Der Sohn trägt kreuzweghaft das Holz gekrümmt hinauf auf Berges Höh,

kniet ölberggleich ganz ohne Stolz, dass Gottes Willen er erfleh.

Dem alten Brandopferaltar entgegen hängt des Henkers Lamm:

Stellt Pascha Freiheit Israel dar, durch Christus Lösung, Leben kam.

Verheißung gilt dem späten Sohn, des Segens Fülle liegt in ihm.

Im Vater „Israels“ (= Jakob) tritt schon des Kreuzbergs Heil der Menschheit hin.

Zu Recht nennt Abraham den Ort „Gott sieht“, was zeigt in Zukunfts Zeit:

Gott gab im Menschensohn sein Wort, das uns ver-„söhnt“ zur Ewigkeit.

Zur Kreuznachfolge ruft Gott auf, zu halten sohnhaft ihn im Blick.

Uns trug die Lebenslast hinauf, der kehrt ins Vaterhaus zurück.

Der Himmel greift ins Menschenschwert, Gott opfert selbst in Jesu Tat

sein eigen Herz als Gegenwert: Wer ihm ihn glaubt, reich Leben hat.

 

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16. 14. Sonntag im Jahreskreis

© Alois van Doornick, Kalkar, Bild und Botschaft

175. 72 andere Jünger. Franziskanische Heilige unter dem Kreuz, St. Pankratius Altkalkar, Heinrich Brey 1931, Öl auf Sperrholz

(Evangelium: Jes 66, 10-14; Gal 6, 14-18; Lk 10, 1-12.17-20)

 

Im Bild

Der eigentliche Titel der Szene mit den Heiligen unter dem Kreuz Christi ist: „St. Franziskus im franziskanischen Ordensgewand reicht der hl. Elisabeth mit Rosen zu ihren Füßen den Drittordensgürtel“. Das Bild wurde bereits in der „Stadt Gottes“ 1933 publiziert und steht für die Bewegung der 30er Jahre, Laien als „Drittorden“ mit der franziskanischen Spiritualität in einer lockeren Gemeinschaft vertraut zu machen. Peter Lingens erwähnt in seinem Buch sogar Kalkarer Angehörige evtl. sogar als Stifter. (Kirchenmaler vom Ndrh., Geldern 1998, S. 254)

Im Hintergrund finden sich die Heiligen Ludwig, Elzea und Delphina, Klara, Antonius, Rochus, Thomas Morus, Adolph Kolping, Leo XIII., Karl Borromäus, Konrad und weitere Terziarierinnen. Im Vordergrund kniet die Heilige mit einer brennenden Kerze wie bei einer Ordensprofess. Die Rosen zentral unter dem Kreuz erinnern an die Liebestat Elisabeths und die Legende vom „Rosenwunder“ auf der Wartburg.

Auf den beiden Wappen unten strecken sich Hände aus Wolken dem Kreuz, der Taube und der Sonne (Sohn, Geist, Vater) entgegen: Es könnte sich um eine Art „Arme-Seelen-Frömmigkeit“ handeln. Die Fürbitte beim dreifaltigen Gott gerade für die namenlosen Verstorbenen gehörte zum Gebetsauftrag solcher Gemeinschaften und Laienbünde.

Ob Elisabeth schon auf der Wartburg vom Leben des zeitgleich in Assisi wirkenden „Poverello“ wusste, ist nicht bekannt. In ihrer kurzen Marburger Zeit suchte sie das arme Leben Jesu wie Klara und Franziskus zu leben und hatte Briefkontakte zu Agnes von Prag. Sie gründete in Marburg ein Hospital aus ihrem Witwengeld. Später entstand über ihrem Grab die erste gotische Kirche Deutschlands. Kalkar ist Marburg verbunden über den Bildschnitzer Ludwig Jupan, den die Kalkarer Stadtväter um 1500 für die Fortführung des Meister-Arnt-Hochaltars sowie des Marienaltars verpflichteten.

 

Die Botschaft

Nach dem Kulturkampf des 19. Jahrhunderts begann die katholische Kirche sich in Verbänden und Vereinen zu sammeln. Es war die Zeit der caritativen Ordensgemeinschaften und gerade der Schwesternkonvente, die dezentral in den Ortschaften die Kindergärten, die Familienpflege und die Kranken- und Altenpflege übernahmen. Im Pfarrleben entstanden neben den Jungfrauenkongregationen und Jungmännergemeinschaften auch überregionale Drittordensgruppen, die durch Tagungen und Wochenendtreffen sich spirituell bildeten und ein vertieftes privates Glaubensleben anstrebten. Die im Bild gezeigten Heiligen waren dabei große Vorbilder, die Namenstage wurden speziell gefördert und ausführlich in Büchern wie „Helden und Heilige“ volkstümlich für alle Haushalte zugänglich gemacht.

So konnten die Menschen in den Gemeinden sich mit verschiedenen Lebensbildern vertraut machen: Neben den biblischen Heiligen wurden vermehrt Missionare oder caritativ Tätige vorgestellt, aber auch private Frömmigkeit mit vielen Gebetbüchern sowie der „Nachfolge Christi“ des Thomas von Kempen den Menschen ans Herz gelegt. Durch die liturgische Bewegung wurden Christen zum vermehrten Kommunionempfang und zur Mitfeier der deutschsprachigen Liturgie angehalten, was zu den großen Veränderungen des II. Vatikanischen Konzils führte. Das Bild stellt das Armutsideal franziskanischer Prägung als direkte Christusnachfolge vor Augen. Die Schar der Heiligen bilden den „Leib Christi“, zu dem auch die Lebenden gehören. Elisabeth lässt sich mit dem Gürtel „einbinden“ in die Christusausrichtung sowie die auf die Armen abzielende Nächstenliebe. Später nannte man das „Kontemplation“ und „Aktion“, Frömmigkeit und Sozialarbeit, Gottesdienst und Menschensorge, „bete und arbeite“. Wie steht es um unsere Sorge für Leute am Rand? Finden wir vom Gebet zur Tat? Wo finden wir Mitstreitende?

 

Elisabeth von Thüringen (1207–1231,

heilig 1235)

 

Adelig war sie aus Ungarn fern Land,

sie wurde in Thüringen jung weltbekannt.

Fürsorge offen Elisabeth gab,

und baute ein Hospital bevor sie starb.

Rosen und Brot brachte sie von dem Schloss,

zum Nötigsten Liebe den Armen zufloss.

Franziskus sie folgte in Marburg sehr froh,

und brachte die Freude den Kranken auch so.

Drei Kinder versorgte sie mit letztem Geld,

dass ihnen die Zukunft sich offen darstellt.

Sie starb in der Arbeit sehr jung noch an Jahren,

in gotischer Kirche liegt sie dort begraben.

Elisabeth preist man seit achthundert Jahr.

Und kurz, aber heilig ihr Leben schon war.

Liebe und Freude, die strahlen weit aus,

die wirken noch weltweit nach Jahren sich aus.

So eine Heilge als Namenspatron

Verpflichtung ist täglich doch irgendwo schon.

 

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