AvD-Schatzkiste
Die Texte sind von Pastor Alois van Doornick verfassten Texte sind zur privaten Nutzung frei
Sonntagsgedanken
27. Sonntag im Jahreskreis A
© Alois van Doornick, Kalkar: Bild und Botschaft
72. Bund im Blut. Altar St. Regenfledis Hönnepel. Christoph Wilmsen-Wiegmann, Naturstein, 1988
(27. So. A: Jes 5, 1-7 Weinberglied; Phil 4, 6-9; Mt 21, 33-44)
Im Bild
Der aus einem hellen Sandstein geschlagene Zelebrationsaltar in St. Regenfledis Hönnepel wächst aus dem Boden sich verjüngend empor und weitet sich oben zum Altartisch. Die vier Ecken bilden Rebstöcke, die ihre Rebzweige über die Altarseiten verteilen und dort in Weinblättern und Trauben münden. Der Evangelist Johannes kennt nur das Weinstockgleichnis, die anderen nur die Weinberg-Gleichnisse, die auch bei diesem Altar mit den vier Weinstöcken eher mit Blick auf die Gemeinde im Vordergrund stehen. Die Pflege des gottgeschenkten Weinbergs sowohl der „Erde“ als auch des „Gottesvolkes“ ist Christenaufgabe aller, die am Altar den Bund mit Gott wöchentlich unter seiner Zuwendung erneuern, vertiefen und feiern.
Die Botschaft
Ein Liebeslied ist das Weinberglied aus Jesaja, ein Liebeslied des fürsorgenden Gottes, das zum Liebeskummerlied wird: Alles hat Gott getan in der Geschichte seiner Werbung um sein Volk. So viele Bundesschlüsse seit Adam und Eva, Noe, Abraham, Isaak, Jakob, Mose, Josua. So viele Propheten wie Elija, Elischa, Jesaja, Jeremia, Ezechiel oder die 12 anderen wie Amos, Hosea, Sacharja, die wir die kleinen Propheten nennen, aber nur wegen der kurzen Bücher. So viele Boten, so viele Schriften, so viele neue Wege und Anfänge. Sogar ein „Menschensohn“ wie der erwartete Messias kommt in solchen alttestamentlichen Stellen vor:
- „Einen Weinstock hobst du aus in Ägypten, du hast Völker vertrieben und ihn eingepflanzt. Er hat Wurzeln geschlagen und das ganze Land erfüllt. Warum rissest du seine Mauern ein? Alle, die des Weges kommen, plündern ihn. Gott der Heerscharen, kehre doch zurück, blicke vom Himmel herab und sieh, sorge für diesen Weinstock! Beschütze, was deine Rechte gepflanzt hat, und den Sohn, den du dir stark gemacht!“ (aus Ps 80)
- „Er war doch auf gutes Feld gepflanzt, an reichliche Wasser, um Zweige zu treiben und Frucht zu tragen und ein herrlicher Weinstock zu werden. Sag: So spricht GOTT, der Herr: Wird das gelingen? Wird nicht einer seine Wurzeln ausreißen und seine Frucht verderben, sodass all seine grünenden Triebe verdorren?“ (Ez 17, 8f.)
- „Vielmehr ist das die Saat des Friedens: Der Weinstock gibt seine Frucht, das Land gibt seinen Ertrag und der Himmel gibt seinen Tau. Das alles will ich dem Rest dieses Volkes als Erbbesitz geben. Und wie ihr ein Fluch unter den Völkern gewesen seid, Haus Juda und Haus Israel, so werde ich euch erretten, damit ihr ein Segen seid. Fürchtet euch nicht! Stark sollen eure Hände sein!“ (Sach 8, 12f.)
Auf den letzten Seiten der Bibel geht es um die „Ernte“:
- „Vom Altar her kam noch ein anderer Engel, der die Macht über das Feuer hatte. Dem (Menschensohn), der die scharfe Sichel trug, rief er mit lauter Stimme zu: Schick deine scharfe Sichel aus und ernte die Trauben vom Weinstock der Erde! Seine Beeren sind reif geworden.“ (Offb. 14, 18)
Nicht umsonst lesen wir die Weinberggleichnisse zur Erntezeit. Die Früchte der Arbeit im Gottesreich sind nicht zum Horten oder Selberessen. Wie beim Weinstock Christus sind die Christen die Äste zur Weiterleitung des Saftes, aber nicht die Dolden und die Trauben: Die süßen Erträge sind für andere, sind „für den Herrn“, dienen dem weiteren Wachstum des Gottesreiches.
Wir spüren, dass das Schicksal der Gottverbundenen immer gefährdet ist, das die gottgegebene Pflanze verdorrt aus eigener Schuld oder durch „Plünderung“ anderer. Gleichwohl bleibt die Verantwortung für die große Leihgabe Erde, bleibt die geschuldete Antwort auf die Liebesgaben Gottes, bleibt die Anfrage eines von „Liebeskummer“ geschlagenen Gottes: „Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, den Glauben auf der Erde finden?“ (Lk 18, 8)
Der Altarstein in Hönnepel spricht auch vom Eckstein Christus, auf den alles gründet. Er wird im Evangelium aber auch zum möglichen vernichtenden Steinblock, an dem alles zerschellt. Ja, die Mitfeier am Altar ruft uns in die Bundesentscheidung zurück. Die Bundesurkunde ist mit Kreuzesblut unterschrieben …
Fruchtbare Weinfelder und üppiger Weingenuss führen zu gottvergessener Sorglosigkeit und zu einer gedankenlosen, weltlichen Verbrauchermentalität sowohl bei den irdischen wie auch bei den himmlischen Gütern.
Es müsste zu den Grundsätzen gehören:
1. Dankbar genießen, was unbezahlt vorgegeben ist. 2. Mit Einsatz und Sorgfalt erhalten, was eben durch menschliches Tun weiter zu entwickeln möglich ist. 3. Gute irdische und geistige Erträge menschlichen Tuns möglichst vielen anderen zukommen lassen. 4. In allem, was gelingt und sich entwickelt, Gott mit am Werk sehen. 5. Jeden Tag erwarten, für die Leihgaben Erde, Leben, Mitgeschöpfe, Glauben in Verantwortung genommen zu werden.
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26. Sonntag im Jahreskreis A
© Alois van Doornick, Kalkar: Bild und Botschaft
73. Erniedrigt und erhöht. Chorfensterkreuz in St. Pankratius Altkalkar, Heinrich Diekmann 1960.
(26. So A: Ex 18, 25-28; Phil 2, 1-11; Mt 21, 28-32)
Im Bild
Das geostete Chorfenster in St. Pankratius Altkalkar trägt zur sonntäglichen Frühmesse ein wunderbares Leuchten in den Kirchenraum: Christus im österlichen Morgenlicht! Das vorherrschende Rot des Blutes und der Liebe und das himmlische Blau des Himmels und der Treue im Gewand der Gottesmutter koalieren wie Nacht und Tag, Erde und Himmel, Oben und Unten. Vor dem ungewöhnlichen Rot des Kreuzesbalkens tritt der Leib des „auf die Erde gekommene Gottessohn“ erdfarben oder „hostienfarben“ hervor. Die Sonne ist im Verschattungszustand, der Mond dennoch im Abglanzlicht über dem Kreuz zu sehen. In den Fischblasen oben steht das weiße Lamm unschuldig und auferstehungsklar da und wirkt vor dem blau-roten Hintergrund strahlend, wie es auf der letzten Seite der Bibel heißt: „Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten. Denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie und ihre Leuchte ist das Lamm.“ (Offb. 21, 23)
Die anbetenden Hände der Maria und des Lieblingsjüngers Johannes zeigen genau so viel Zuneigung, wie Christus sich Maria und denen „zu seiner Rechten“ (Mt 25,34ff.) mit der dort geöffneten Erlöserblutseite zuwendet. Ist die ungewöhnlich segnende linke Hand Jesu über dem Lieblingsjünger dazu als Ausgleich zu sehen? Ist der gesenkte trauernde Kopf der Mutter und der aufschauende Blick des Jüngers die Darstellung der Gleichzeitigkeit von Trauer und Hoffnung, Mitleid und Zuversicht, Tod und Auferstehung? Gehören inhaltlich zusammen das übereinstimmende Blau der in den Himmel aufgenommenen Maria mit dem Himmelsblau, das Liebes-Rot des Lieblingsjüngers mit dem brennenden Rot des Kreuzes?
Die Botschaft
„Der geerdete Himmel“ hieß 1979 ein Buch des niederrheinischen Dichters und Priesters Wilhelm Willms. Der Philipperhymnus besingt schon in der frühen Kirche den Abstieg und den Aufstieg Gottes, den die Darstellung in St. Pankratius so einfühlsam wiedergibt. Das im Erdboden eingelassene und in den Himmel aufragende Kreuz ist immer auch ein Rettungsanker Gottes, um den Himmel und die Erde aneinander zu ketten. Jesus Christus am Kreuz in der Menschenhaut und dann im Menschengrab setzt sich den Blicken des mobbenden Mobs ebenso aus wie denen der knienden Verehrer. Wir erinnern uns an den Karfreitagshymnus von Christus, der mit seinem Kreuz eine starke Brücke zum Himmel bildet, eine sichere Leiter, einen Stab der Pilger, ein Siegeszeichen, des Himmels Schlüssel … (GL 294 O du hochheilig Kreuze).
Wenn uns solche Gedanken natürlich vom Wissen her vertraut und in unseren Gebeten dennoch nicht immer so präsent sind, so stellt der Vorspann des Philipperhymnus einen weitergehenden, ungewöhnlichen Zusammenhang her. Aber genau das bringt die Erlösungstat Jesu mit unserem Alltag zusammen. Genau da beginnt der fromme Heiligenschein die irdische Farbe des grauen Alltags zu umgreifen: „Wenn es also eine Ermahnung in Christus gibt, einen Zuspruch aus Liebe, eine Gemeinschaft des Geistes, ein Erbarmen und Mitgefühl, dann macht meine Freude vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, einander in Liebe verbunden, einmütig, einträchtig, dass ihr nichts aus Streitsucht und nichts aus Prahlerei tut. Sondern in Demut schätze einer den andern höher ein als sich selbst. Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen. Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht.“ (Phil 2, 1-5)
Die kleine Herde unter dem Kreuz ist in dem einen Rot der Kreuzesliebe verbunden. Der Sohn wird der Sorge der Mutter und die Mutter der liebenden Betreuung des testamentarisch als fürsorgepflichtiger Sohn eingesetzten Freundes Jesu übergeben. Der Hymnus sieht das Kreuz als letzte Großtat Jesu einer um die Menschheit besorgten Erdenmission. Die von Jesus ausgehende Achtung der Ausländer, der abgestempelten „Sünder“, der Kranken, gerade der mit psychischen Problemen und „Dämonen“ lebenden, oder der Bevorzugung der an ihn glaubenden Nichtjuden wird vom Apostel als großes Exempel eines neuen Lebensstils der Achtung und der Wertschätzung der Ausgegrenzten und Abgewerteten hingestellt.
Da wird die Erlösung zur Lösung, der Abstieg Gottes zum Aufstieg für die „unteren Schichten“, die Verhetzung Gottes zur Wertschätzung gedemütigter Kreaturen. Finden wir den Weg von der frommen Kreuzesverehrung zum Abstieg zu den Armen, von den feierlichen Liedern zu den freundlichen Worten für Ausländer, von der Kommunion der Sonntagsgemeinde zur Gemeinschaft mit Andersgearteten in der Woche? Hat mein Gottesdienst Konsequenzen (d.h. wörtlich Nachfolgen) im Menschendienst? Phil 2, 1-11 ist Pflichtlektüre und Handlungsgrundlage der Christen.
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25. Sonntag im Jahreskreis A
© Alois van Doornick, Kalkar: Bild und Botschaft
71. Der Wunsch nach mehr. Martin mit der Münzspende. Antonius-Altar St. Nicolai Kalkar, Öl auf Holz, ca. 1460, Baegert-Vorgänger?
(Evangelium: 25. So. A, Jes 55, 6-9; Phil 1, 20ad-24.27a, Mt 20, 1-16,)
Im Bild
In Corona-Zeiten wurden die Kollekten-Körbchen am Ausgang schnell übersehen und die Empfänger der Sonderkollekten litten. Es gab keinen „Klingelbeutel“ mehr, der herumgereicht wurde. Der „Klingelbeutel“ hat seinen Namen nicht von der klingenden Münze, sondern: Das kleine Glöckchen am Körbchenrand machte früher beim Rundgeben auf das Spenden-Anliegen aufmerksam und begleitete den Gabengang. Dieser ist das mit „Gaben der Erde“ unterfütterte konkrete Sich-Einbringen der Gemeinde neben allen Gebeten, Bitten und Danksagungen. In der selbstbewussten Bürgerkirche Kalkars, das selbst schon mit Wolter de Ridder einen Bischof hervorgebracht hat, wird Martin als langjähriger Bischof in der sozialen Arbeit dargestellt mit einer Münzspende.
Der im Evangelium genannte eine Denar (= 10 Asse) als Tageslohn für die ungelernten Erntehelfer war eine Silbermünze, die ab Kaiser Augustus an Wert verlor. Die 10.000 Talente aus Mt 18,24 entsprachen 10.000x60.000 Denaren, eine hohe, millionenschwere Summe. Der Weingutbesitzer sucht händeringend nach jeder nur möglichen Arbeitskraft um im knappen Zeitfenster im Herbst die Trauben zeitig und vollständig einbringen zu können. Er legt sozusagen für jede Zusatzkraft noch oben drauf. Bei einem 12-Stunden-Arbeitstag, von der 40-Stundenwoche war man weit entfernt, verärgert dies die Leute der ersten Stunde. Aber Jesus erzählt hier Geschichten vom Reich(tum) Gottes, von der Fülle des Himmels, von der Großzügigkeit des Vaters und vom Glück der Menschen, die sich auch nach längerer Zeit erst für Jesus und seine Sache entscheiden. Damit erhalten die Freunde und Apostel Jesu eine Belehrung, dass sie die ganze Fülle der Gaben Gottes bereits besitzen und diese gar nicht richtig wertschätzen in einem ständigen Immer-mehr-haben-Wollen.
Die Botschaft
Der Judenchrist Matthäus weiß sich als Brückenbauer zwischen den klassischen aus dem Judentum hervorgegangenen Christen und den aus dem so genannten „Heidentum“ bekehrten Christen etwa Kleinasiens oder Griechenlands. Auch da gab es Streit in der Frage der Eingruppierung als „echt“, „ursprünglich“ oder doch dann „später dazu gekommen“ oder „Neubekehrte“. Die „Last des Tages“ ist dann die Last der über 600 jüdischen Alltagsvorschriften, die den Neuchristen aus dem Griechentum nicht auferlegt wurde im Apostelkonzil (Apg 15, 19).
Auch heute sehen Christen sich in der Rolle der „Blöden“, die sich „an alles halten“, was man sich unter einem Christen vorstellt, und dafür sich voll engagieren mit Zeit und Energie. Auch Ehrenamtler werden schon mal für ihre zeitaufwändige Arbeit bespöttelt und können auch schon mal stöhnen, wenn sich andere die Sache leichter machen. Petrus selbst hatte Jesus schon die Frage gestellt: „Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen?“ (Mt 19, 27) Wir selbst wollen auch manchmal für Wohlverhalten oder für mehr als alltäglichen Einsatz „belohnt“ werden. Vielleicht suchen wir nach deutlicherer Gotteserfahrung und Bestätigung des Glaubens, bleiben aber im normalen Alltagszweifel stecken. Wir würden gern mehr „Zuwendungen“ von Gott spüren und müssen doch die Last der Tagesverantwortung, die Mühe des liebevollen Einsatzes in der Ehe und Familie oder in den Feldern der Gemeindearbeit in Treue Tag für Tag auf uns nehmen. Oft fehlt uns dann der „Spaßfaktor“ oder der „Lohn der Mühen“.
Das Evangelium betont den Mehrwert der unverdienten Überraschungen, die Gott im Leben bereithält. Gott will auch nicht, dass wir uns den Himmel „erarbeiten“, „verdienen“, mit „Pluspunkten“ punkten: Wir sollten von Gottes Gaben nicht zu klein, vom Himmelreich nicht zu eng, vom ewigen Leben nicht zu kurz gefasst denken. Papst Benedikt hat sich am Ende seines Amtes als „Arbeiter im Weinberg des Herrn“ bezeichnet. Vielleicht wollte er, der alte Mann, damit ausdrücken, dass er geduldig die Jahre seines Dienstes für die Kirche und die Theologie gelebt hat und sich darüber freut, in Gottes guter Welt mit harter Arbeit, aber auch süßen Früchten überhaupt leben und tätig werden zu dürfen. Die Anfragen an uns: Wie sehr belastet uns unsere Arbeit? Was ist der Hauptgrund für diese Empfindung? Wie sehr freuen wir uns über Kollegialität, Miteinander, verschiedene Talente, Charaktere? Kann ich zur Arbeit auch sagen: „In Wahrheit ist es würdig und recht, dir allmächtiger Vater zu danken“? Kommt Gott vor in meiner Arbeitszeit? Bin ich für meine Kolleginnen und Kollegen dankbar? Freue ich mich an ihren Erfolgen? Und: Wo überall sehe ich, dass Gott gut ist? Kann ich mich freuen und sagen: Ich habe „meinen Lohn bereits erhalten“ (Mt 6, 2.5.16)?
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24. Sonntag im Jahreskreis A
© Alois van Doornick, Kalkar: Bild und Botschaft
70. Vergebens vergeben? Die Heiligen Alfons von Liguori und Bernhard von Clairvaux im Kirchenfenster von St. Peter und Paul Grieth.
Entwurf Friedrich Stummel. Glasmalerei Derix, Kevelaer, ca.1904.
(24. So. A: Sir 27, 30; Röm 14, 7-9; Mt. 18, 21-35)
Im Bild
Auf grünem Blatthintergrund zeigen sich die beiden großen Predigergestalten im seitlichen Fenster der Taufkapelle in einem schnörkelreichen neugotischen Schmuckfenster. Die Nachbarfenster sind Marienfenster und verweisen auf die Marienfrömmigkeit der Gemeinde und den Titel des ehemaligen Krankenhauses und heutigen Seniorenheims St. Marien. Alfons von Liguori (1696-1787) verehrte die „Mutter vom guten Rat“; sein Orden verbreitete in vielen unserer Kirchen das Bild von der „Immerwährenden Hilfe“. Die beiden Heiligen waren große Marienverehrer. Sie stehen in der Geschichte der Kirche aber auch da als die großen Prediger der Erneuerung, der Buße und der Versöhnung. Der Wiederbegründer und Reformer der Zisterzienser Bernhard (1190-1253) hat Kreuzzüge gepredigt, Päpste beraten und mit Bienenfleiß und Eloquenz (der Bienenkorb sein Zeichen) die Menschen aufgerüttelt und bekehrt. Bernhard: „Ein von Zorn getrübtes Auge sieht nicht mehr, was recht oder unrecht ist.“ Alfonsgilt als Begründer des Volksmissionsordens der Redemptoristen und einer barmherzigen Beichtpraxis. In seinen letzten 13 Lebensjahren wurde er Bischof. 1950 wurde er von Papst Pius XII. zum Patron der Beichtväter und zum Kirchenlehrer ernannt. Alfons: „Mit der Demut und Einfalt eines Kindes müssen wir unsere Vernunft den Wahrheiten des Glaubens unterwerfen.“ Und: „Ich muss mich mit den Tugenden Jesu bekleiden.“
Die Botschaft
Die beiden großen Prediger sind in die Schule Jesu gegangen. Jesus hat mit seinen lebensnahen Gleichnissen oft mehr ausdrücken können, als andere in langen Vorträgen oder dicken Büchern. An diesem 24. und den kommenden Sonntagen im Jahreskreis A dürfen wir wieder davon profitieren. Siebenmal vergeben ist schon soviel wie immer. Siebzigmal siebenmal ist „immer immer“. Zehntausend Talente sind unvorstellbare 600.000.000 Denare im Verhältnis zu 100 Denaren des zweiten Schuldners, wobei für „Leiharbeiter“ ein Denar der Tagessatz war (Mt 20). Kommt hier zum Ausdruck, dass Jesus den Schuldbrief der ganzen Welt durchgestrichen hat durch seinen Tod und seine Hingabe am Kreuz und seine Abendmahlsstiftung „zur Vergebung der Sünden“: „Gott aber hat euch mit Christus zusammen lebendig gemacht und uns alle Sünden vergeben. Er hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben. Er hat ihn dadurch getilgt, dass er ihn an das Kreuz geheftet hat.“ (Kol 2, 14)? Müssen nicht auch wir mit unseren Mitmenschen Erbarmen haben, wie Gott mit uns Erbarmen hat? Da gilt die große Vorgabe Gottes, damit wir Kleinigkeiten anderen vergeben können.
Das Lebensgefühl, vor Gott und den Mitmenschen nie ohne Schuld dazustehen, ohne Ausrede „von Natur“ aus ein Sünder zu sein oder mit der Frage Luthers zu leben „Wie finde ich einen gnädigen Gott?“ ist uns Heutigen fast gänzlich verloren. Das freiheitliche Selbstbewusstsein mag sich nicht in Abhängigkeiten stellen. Rührt uns so ein Wort Jesu noch: „Ich sage euch aber: Über jedes unnütze Wort, das die Menschen reden, werden sie am Tag des Gerichts Rechenschaft ablegen müssen (Mt 12, 36)? Spüren wir Heutigen noch die Tiefe und die Höhe des Osterwortes „O glückliche Schuld, welch großen Erlöser hast du gefunden?“
Die „Redemptoristen“ des Heiligen Alfons haben in unzähligen Volksmissionen den „Redemptor hominis“, den Erlöser, den Menschen mit seiner Barmherzigkeit nahegebracht, auch wenn meine Mutter sie als „Redemmi-Touristen“ bezeichnete wegen der engagierten Predigtweise: Es war ein großes Ziel ihrer Seelsorge, die Menschen zum persönlichen Bekennen der Schuld und zur Erneuerung ihres Alltagslebens mit Gott und ihren Mitmenschen zu führen. Es heißt bei Paulus: „Alle haben ja gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Umsonst werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus.“ (Röm 3, 23f) Die Botschaft ist: Gott hat eine Lösung: Erlösung!
Jetzt kommt das Gleichnis ins Spiel: Nur wer verstanden hat, dass Gott uns Menschen so viel vergeben hat, der wird auch mit den Mitmenschen gütig und vergebend umgehen. Wer sein Leben in allen Einzelheiten Gott verdankt und um Gottes Vergebungsbereitschaft weiß in allem, was wir trotz besserem Wissen getan oder mehr noch an Liebe, Gebet, Aufmerksamkeit und Einsatz für die Mitmenschen schuldig geblieben sind, der wird einfühlsamer, zuvorkommender und großzügiger mit den Mitmenschen umgehen. Es gehört zu meinen Standard-Sätzen: „Der liebe Gott hat einen großen Zoo und ich gehöre auch dazu.“ Oder wie der Kölner sagen würde: „Jede Jeck is anders!“: Wenn wir uns an der Verschiedenartigkeit erfreuen, müssen wir uns auch über die Fehlstellen anderer nicht wundern, denn wir sind insgesamt nicht besser. Wir haben unsere Fehlstellen nur an anderen Ecken und in anderen Situationen als die , die uns beim Anderen so dick ins Auge springen. Sonst geht das mit dem Splitter und dem Balken geht ins Auge.
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23. Sonntag im Jahreskreis A
© Alois van Doornick, Kalkar: Bild und Botschaft
69. Zwei oder Drei: Balsam der Versöhnung. Dreifaltigkeitsaltar,
St. Nicolai Kalkar, Arnt van Tricht um 1535-40, Eiche
(23. So. A: Ez 33, 7-9; Röm 13, 8-10; Mt 18,15-20 oder Fest 29. Juni)
Im Bild
Seinen Namen hat der Kalkarer Dreifaltigkeitsaltar von der Darstellung der Wirksamkeit von Vater, Sohn und Geist bei der Taufe Jesu im Jordan von Engeln umrahmt oben hoch im Auszug des Renaissance-Altars. Petrus, Maria Magdalena und Paulus werden vor großen Muscheln und zwischen puttengefülltem Maß- und Strebewerk gezeigt. Die beiden trennenden Renaissance-Säulchen zeigen auf den kleinen Medaillons vermutlich das Stifterehepaar van Riswick, worauf auch oben ein Wappenschild verweist. Gegenüber Douvermans Maria Magdalena vom Nordschiff haben die drei Figuren deutlich vermehrte Gewanddrapierungen, hervorstehende Falten und individuellere Züge der Bewegungen und Gesichter. Bürgerlicher Reichtum und bürgerschaftliches Selbstbewusstsein kommen hier zur Sprache im „Trio“ aus den beiden Spitzenaposteln für ihr jeweiliges Gebiet im alten Judentum Petrus und in der „Heiden“-Mission Paulus und der „schönsten Frau Kalkars“ als die als vermeintliche Sünderin bekehrte erste Apostolin und Auferstehungszeugin für die Zwölf: Maria Magdalena.
Die Botschaft
Nie darf man bei Altarbildern vergessen, dass sie der heiligen Messe dienen und damit der Verkündigung des Wortes und des Evangeliums sowie der Feier des gewandelten Leibes und Blutes Christi. Wandlung ist ein großes Thema dieser Drei. Die drei Heiligen verkündigen von ihren Lebenshintergründen her den lebensverwandelnden Christus: Simon, der verwandelt zum Fels Petrus wurde, erzählt hier all die Geschichten, die ein leicht zu begeisternder, aber wankelmütiger einfacher Fischer vom See mit seinem Jesus erlebt hat: Berufung, Seewandel, Messias-Frage, Schlüsselübergabe, Verklärungserlebnis, Ölberggebet, Verrat mit Hahnenschrei „Liebst-du-mich-Fragen“, etc. Der gebildete Theologe („Nehmt das Schwert des Geistes“), Zeltmacher und Christenverfolger Saulus wird gewandelt zum hochengagierten, reisenden Missionar, Briefeschreiber und Mittelmeer-Netzwerker in den neuen Christengemeinden der Türkei, Griechenlands bis Rom. Der Apostel Barnabas arrangiert die große Versöhnungsgeste zwischen Paulus, Petrus und der Urgemeinde (Apg 15). Die in der Theologiegeschichte von Jesus liebevoll behandelte und als „Sünderin“ titulierte Maria Magdalena wandelt sich in eine Auferstehungsbotin für die Männerrunde der Zwölf durch ihre Salbung des Gesalbten Gottes (Messias=Christus=Gesalbter). Sie steht nicht zufällig hier wie versöhnend durch den Chrisam und ihr weibliches Wesen zwischen den beiden Vertretern für Judenchristentum und Heidenchristentum, Amt und Charisma, Leitung und Inspiration, Gesetzesbefolgung und Herzensglaube.
Spannende, spannungsreiche Geschichten können so drei sehr bewegte „Statuen“ in Erinnerung bringen. An allen Dreien wird aus ihrer Biographie ein verwandelnder Versöhnungsweg und damit das Christentum als die Menschen mit Gott und untereinander versöhnende Kraft dargestellt. Jesus kümmert sich einzeln um jeden von ihnen. Er ist der von Gott beauftragte Versöhner für die „Sünde der Welt“, der Leib und Leben am Kreuz einsetzt zur Vergebung der Sünden: „Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht! Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei mit dir, … Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. Weiter sage ich euch: Was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18, 15-20)
Im Altar stehen mit den drei Spitzenaposteln zwei oder drei Fürbitter, die mit uns feiern, dass Jesus in der Messe und bei gemeinsam Betenden mitten „unter uns“ ist. Es geht aber Jesus um unsere Wandlung zu friedvollen, liebenden Menschen. Dies wird mir deutlich, so zeigt Jesus Versöhnungswege auf, die er auch selbst so lebte:
- Wenn ein anderer an mir schuldig wird, bin ich in der Verpflichtung zum ersten Schritt, nicht der andere.
- Vor versammelter Mannschaft darf ich niemanden „abkanzeln“ oder bloßstellen.
- Ich darf nur diesen einen Punkt und den mit aller Liebe besprechen, nicht was ich „immer schon“ sagen wollte.
- Im zweiten oder dritten Anlauf kann ich Beratende und mit der Sache Vertraute dazu ziehen.
- In allen Sachen und Streitpunkten des Alltags kann ich auch die großen Heiligen als Zeugen (= Märtyrer!) um Rat,
Gehör und Fürbitte fragen, ich kann um Gottes Geist beten, bevor ich an die Öffentlichkeit gehe.
- Im Gebet wird meine angepasste Handlungsweise und meine Versöhnungsbereitschaft wachsen können.
- Ich muss mir immer bewusst sein, dass ich nicht nur die Wandlung des Anderen, sondern meine Wandlung will.
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22. Sonntag im Jahreskreis A
© Alois van Doornick, Kalkar: Bild und Botschaft
68. Hinter Jesus. Fünfte Kreuzwegstation St. Nicolai, Ferdinand Langenberg, Goch, 1897-99, Eiche geschnitzt
(22. So. A: Jer 20, 7-9; Röm 12, 1-2; Mt 16, 21-27; Kreuzweg)
Im Bild
Am Ende des 17. Jh. und besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jh. wurde es frömmigkeitsgeschichtlich modern, die Passion Jesu in 14 Szenen in allen Kirchen für die Verehrung des Volkes bildlich darzustellen, so dann auch in Kalkar, nachdem schon in Kevelaer 1877 der Große Kreuzweg in 14 Kapellen präsentiert wurde. Guido de Werd weist nach, dass Ferdinand Langenberg sich für die Szenen in der Passionskapelle von St. Nicolai am Ambiente des Marienaltars und an Szenen des Hochaltars orientiert hat und einzelne Motive übernahm. Das Individuelle der Gesichter und Kleidung bis hin zu den Schuhen, die Gestaltung der Hintergründe und Bauten sowie die Rahmenfassung sind dem Gotischen detailliert nachgebildet. Die Figuren stehen einzeln und prägnant. Der Hass der Soldaten auf Jesus und Simon finden deutlich Ausdruck. Jesus sind die unter dem Gewand verhüllten Hände gebunden, eine bisher unbekannte Variante der Darstellung. Jesus schaut dem Soldaten intensiv in die Augen. Im Gegensatz zum gebeugten Jesus steht Simon selbstbewusst, stark und aufrecht, als ihm an dessen Stelle das massive Kreuz aufgeladen wird. Erkennt man oben rechts in dem langhaarigen jungen Mann mit dem Barett Langenberg selbst wie in den Bildern von Jan Joest die Gesellen und den Maler mit der Künstler-Kappe?
Die Botschaft
„Als sie Jesus hinausführten, ergriffen sie Simon, einen Mann aus Kyrene, der gerade vom Feld kam. Ihm luden sie das Kreuz auf, damit er es hinter Jesus hertrage.“ (Lk 23, 26) Was Lukas in einem Satz beschreibt, steht bei Markus ähnlich kurz: „Einen Mann, der gerade vom Feld kam, Simon von Kyrene, den Vater des Alexander und des Rufus, zwangen sie, sein Kreuz zu tragen.“ (Mk 15, 21; vgl. Mt 27, 32) Somit hat Ferdinand Langenberg biblisch besser ins Bild gebracht, was im Hochaltar von St. Nicolai noch anders aussieht: Simon aus Kyrene, gerade vom Feld unterwegs, trägt gezwungenermaßen nicht mit, sondern anstelle von Jesus das Kreuz. Er trägt das ganze Kreuz. Vermutlich hat er also wenn nicht den ganzen Weg, so doch die meiste Wegstrecke für Jesus das Kreuz geschleppt. So wird hier eigentlich das Jesuswort abgebildet: „Wer nicht sein Kreuz trägt und hinter mir hergeht, der kann nicht mein Jünger sein.“ (Lk 14, 27) Der Hebräerbrief lädt ein, dass wir „dabei auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens; er hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten, und sich zur Rechten von Gottes Thron gesetzt. (Hebr. 12, 2)
Petrus hatte nach der Messias-Frage fast wie auswendig gelernt sich zu Jesus bekannt, als dieser aber vom Kreuztragen anfing, sich dagegengestellt. Ungewöhnlich scharf nennt ihn Jesus einen Satan, wenn er ihn von diesem Ziel abbringen will: „Tritt hinter mich, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.“ (Mt 16, 23) Er lädt zur unbedingten Kreuzesnachfolge ein und fährt fort: „Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.“ – „Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft.“, mahnt ähnlich der Apostel (1 Kor 1, 18) und gerät selbst als römischer Gefangener ins Martyrium.
„Gott ist nicht nett“, titelt der Ordensmann und heutige Bischof Heiner Wilmer 2013. Das 21. Jahrhundert wird nicht mehr nur den „süßen Jesus“ oder den „lieben Gott“ predigen können, sondern eher die Leiden in der Kirche und den Gegenwind der Zeit spüren. Karl Leisners „Jesus: Du bist meine Leidenschaft“ bezog die Leidensbereitschaft in Dachau ein. Eine Jesusgemeinschaft geht nicht schmerzfrei, eine Gottesfreundschaft geht nicht ohne „Passion“ im doppelten Sinn: Ein Mensch im passionierten Einsatz im Reich Gottes muss sich die Hände schmutzig machen und Ärger aushalten, muss eigene Ziele zurückstecken und als Christ einiges „auf sich nehmen“.
Vielleicht muss man mit dem eigenen Kreuz auch die Begrenztheit des eigenen Ichs zuerst ertragen lernen, bevor man anderen hilft, ihre Kreuze zu tragen. Jesus will uns damit zunächst auf das Meistern der eigenen Lebensfragen hinweisen. Das impliziert auch das, wofür er den Kreuzweg geht und sein Blut vergießt: Zur Vergebung der Sünden der Menschheit. Er meint den Balken in unseren eigenen Augen. Das Stehen zu den Fehlstellen der Liebe.
Zudem stellt er uns in die zweite Reihe: „Hinter mich!“ Wie wenig steht Jesus bei uns im Vordergrund unserer Tagesordnung und unserer Absichten. Wie groß schreiben wir unser „Ego“ im Alltag, im Beruf, in der Familie?
Bitten wir am besten Jesus selbst wie Philipp Neri, damit wir nicht nur die netten Seiten des Herrn wahrnehmen: „Ich suche dich und ich finde dich nicht; komm zu mir, mein Jesus. Ich werde dich niemals lieben, wenn du mir nicht hilfst, mein Jesus. Zerschneide meine Fesseln, wenn Du mich haben willst, mein Jesus. Jesus sei mir Jesus.“
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21. Sonntag im Jahreskreis A
© Alois van Doornick, Kalkar, Bild und Botschaft
52. Hochgelobt sei. Kreuz und Kreuzfenster in St. Barnabas Niedermörmter, Joachim Klos 1960.
Fa. Hein Derix, Kevelaer
(21. So. A: Jes 22, 19-23; Röm 11, 33-36; Mt 16, 13-20)
Im Bild
Für die Anfang März 1945 von den Deutschen gesprengte und 1952 vom Klever Architekten Toni Hermanns erbaute Kirche in Niedermörmter entwarf der frühe Joachim Klos 1960 das Geist-Fenster der Turmkapelle, die Fenster zu Marienanrufungen des Seitenschiffs und das Kreuzfenster des Chorraums. Er durchbrach die Struktur der Betonrahmen und malte über die Felder hinweg ein sperriges Schwarzlotdickicht in Anlehnung an die Dornen der Dornenkrone. Es gibt unten eher waagerechte Formationen in Grün und Grau. Dagegen erhebt sich eine fast explodierende, blaurote Kreuzgestalt. Viel Licht fällt aus den weißen, dicken Glasschichten auf das mittelalterliche Kreuz, das den Chorraum beherrscht.
Die Botschaft
Das Kreuz gerät schon früh im Matthäus-Evangelium ins Fadenkreuz der Gespräche Jesu mit seinen Jüngern. Pilatus sagt später: Was soll ich dann mit Jesus tun, den man den Christus nennt? Da antworteten sie alle: Ans Kreuz mit ihm!“ (Mt 27, 22) „Ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten“ (Mt 28, 5) ist die Frage dann am Ostermorgen. Paulus verkündigt Christus, und zwar nur als den Gekreuzigten (1 Kor 1, 23)
384 mal nennt das Neue Testament den Christus-Titel. Dabei ist „Messias“ und „Christus“ und „der Gesalbte“ jeweils im Hebräischen, Griechischen und Deutschen das gleiche Wort. Mit Hosanna-Rufen erwarten die Leute den König Christus auf dem Esel. Das der Christus leiden wird, sagt Jesus selbst voraus. Den Lebenseinsatz Jesu verstehen die ersten Anhänger nicht als ein Rettungszeichen Gottes. So muss sich bei der Messias-Vorstellung der Menschen damals noch viel entwickeln, um „den Gesalbten Gottes“ als Retter wahrzunehmen.
Im Johannes-Evangelium spricht Jesus vom Kana-Wunder an von „seiner Stunde“, die erst kommt. Johannes legt ihm im 17. Kapitel dann ein Gebet in den Mund: „Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus. Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war!“ (Joh 17, 3) Nur müssen wir verstehen, dass eine Kreuzigung auch eine Verherrlichung sein kann.
Jesus stellt die entscheidende Frage, die auch uns gilt: „Ihr aber, für wen haltet Ihr mich?“ Auch wenn der Christustitel das Salböl anspricht: Salbungsvolle Antworten will Jesus nicht von uns! Und: Wir sind gesalbte Leute heute, nicht Angeschmierte! Also so etwas wie auserlesene Könige …
Christen ganz firm
Ihr aber, für wen haltet ihr mich? (Mt 16, 13-20)
Cäsarea Philippi, das Ausland schon war,
weitab von zu Hause, die Jünger grad da
fragt Jesus: „Wer bin ich euch als Menschensohn?“
„Messias!“, sagt Petrus in überzeugendem Ton.
Messias ist Christus, zu Deutsch gleich: Gesalbt.
Wer war für sie diese Erwartungsgestalt?
Die Sünd-Umkehr-Predigt des Johannes mitschwingt,
Elias mit Feuer, seine Größe mitklingt,
die Not Jeremias, Blick in Zukunftszeit:
Ist damit erfasst Christi Vollwirklichkeit?
„Verschweigt solche Kunde, vom Messias sprecht nicht!“
bis offenbar wird Jesu Christi Gesicht.
Das kommt uns zustatten, das machen wir gern.
Scheu leben wir still und verschweigen den Herrn.
Dass Jesus ist Christus, ist urchristlich Lied,
dass Christus sein Leben, bei Paulus schon steht.
Wie bete ich täglich? Wie sprech ich ihn an?
Er, Christus, den Horizont weit öffnen kann.
Messias ist er uns mit Kreuzespassion,
denn er hat durchschritten die Todeswelt schon.
Der König der Welt trägt der Lieb Dornenkron,
eröffnet hier Zukunft für Gottes Welt schon.
Mit Christus bleibt stets uns der Ewigkeitsblick,
in Christus ergreif ich firm himmlisches Glück.
Messias ist Christus mit Kreuz und mit Kron,
gesalbt sind mit Heilsöl wir Christen längst schon.
Sein Herzblut das Chrisam, sein Kreuz uns das Plus,
im „Christe eleison!“ uns Rettung sein muss.
„Und ihr denn, für wen haltet ihr mich nun heut?“
Die bleibende Frage … – Was ist’s, was mich scheut?
„Wach auf, der du schläfst, Christ, und steh auf vom Tod!
Er, Christus, wird Licht sein“ (vgl. Jes 60, 1; Eph 5, 14):
Mein Leben ist Gott!
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Mariä Himmelfahrt im Jahreskreis A
© Alois van Doornick, Kalkar: Bild und Botschaft
198. Zuflucht der Sünder. Papierenes Andachtsbild vom bekleideten Gnadenbild in Marienbaum und der damaligen Klosteranlage
(Maria „Zuflucht der Sünder“ bzw. 15.08. Mariä Himmelfahrt)
Im Bild
Aus der Internetseite St. Victor Xanten: „Marienbaum gehört zu den ältesten Marienwallfahrtsorten des Niederrheins. Die Wallfahrtsgeschichte Marienbaums geht zurück auf die Überlieferung vom Gnadenbild der Gottesmutter Maria. Einem gelähmten Hirten soll im Jahr 1430 im Traum eine Eiche erschienen sein, welche treppenförmig gewachsen war und in deren Krone sich dir Figur der Gottesmutter befunden haben soll. Der Hirte suchte daraufhin diesen Baum, fand ihn und betete zu dem Bild, woraufhin er gesund wurde. Dieser Ort wurde nun als "An gen Trappenboom" bezeichnet und von Wallfahrern besucht.
In der Zeit von 1438–1441 errichtete dort Graf Adolf I. von Kleve zu Ehren Marias und des Evangelisten Johannes eine Kapelle, deren gotischer Chor noch heute als vorderer Teil der Kirche St. Mariä Himmelfahrt existiert. Im Jahr 1460 gründete Maria von Burgund ein Doppelkloster nach der Ordensregel der Hl. Birgitta. Sieben Ordensfrauen und zwei Priester zogen in das Kloster ein. 1650-88 wurde das „Marienkloster“ erweitert und bot schließlich Platz für 60 Ordensfrauen und 25 Geistliche, welche die Wallfahrer empfingen und betreuten. Im Laufe der Zeit verlor Marienbaum als Wallfahrtsort jedoch immer mehr an Bedeutung, da im nahe gelegenen Kevelaer ein konkurrierender Gnadenort (heute einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Deutschlands) entstand. Von 1712 bis 1714 wurde die baufällige Kapelle zu Teilen abgerissen; der Chor der Kapelle und der 1710 errichtete barocke Kreuzgang wurden in die neu errichtete Kirche St. Mariä Himmelfahrt integriert und das Kloster wurde erneut erweitert. Im Zuge der Säkularisation des Klosters unter napoleonischer Herrschaft wurde die Kirche 1802 zum Mittelpunkt einer Pfarrgemeinde umgewandelt …“
Kalkar wallfahrtet seit 1636 nach Marienbaum im August.
Die Botschaft
„Alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und mit Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.“ (Apg 1, 14)
1. Nein, du willst kein Gegenüber, willst kein Über, Heilig, Hoch.
Du sitzt nirgends himmlisch drüber. Stets willst du bei uns stehn noch.
2. Ehrlich bist du zu verehren, bleibst am Boden deutlich fest,
durftest Gottesmutter werden, weil du Christus sehen lässt.
3. Wie vor Pfingsten mit im Kreise betend ganz einmütig – da
zeigtest du uns deine Weise: Fest zusammen wirkst du nah.
4. Wie zusammen mit den Deinen dort ersehntest du den Geist,
soll Zusammenwirken keimen, wo man dich als Mutter preist.
5. Uns willst du zusammenbringen, dass wir Kirche bauen viel.
Beten lässt vor allen Dingen uns zusammen sehn das Ziel.
6. Weil Zusammenklang im Loben Gottes geht gemeinsam gut,
blickst du mit uns aus nach oben: Dein Magnifikat macht Mut.
7. Weil das Schwache schwer zu schützen, weist du mütterlich aufs Kind.
Kleine spüren, dass sie nützen, dass von Gott geliebt sie sind.
8. Weil du weißt die Himmelswege, bleibst du mit im Erdenkreis,
führst uns gern auf ewge Stege, legst um uns den Mantel leis.
9. Bist mit Männern und mit Frauen tief zusammen wie vordem,
willst zusammen Kirche bauen mit des Heilgen Geistes Wehn.
10. Hilf, Maria, wirke weiter Wunder schöner Nähe bald!
Schenk uns auf der Lebensleiter lebenslang Zusammenhalt!
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19. Sonntag im Jahreskreis A
© Alois van Doornick, Kalkar: Bild und Botschaft
66. Kraftfinden im Widerstand. Taufbefehl, Glasmalerei nach Friedrich Stummel, ca. 1900, W. Derix Kevelaer und Goch, restauriert H. Derix 2001)
(19. So. A: 1 Kön 19, 9; Röm 9, 1-5; Mt 14, 22-33)
Im Bild
Vergleichbar der Situation in Hönnepel wird in St. Peter und Paul in der hinteren Griether Kapelle des linken Seitenschiffs das Fenster passend zum dort in früheren Jahrhunderten aufgestellten Taufstein gestaltet worden sein: Dargestellt ist die Abschiedsszene vor der Himmelfahrt mit dem Taufbefehl und der Sendung in die Welt. Die verängstigte Jüngerschar ähnelt hier der Situation im Seesturm auf dem Meer aus Mt 14 sowohl in der räumlichen Enge als auch in der Zuwendung Christi zu Petrus (erkennbar an der typischen Stirnlocke), der im einzigen goldenen Gewand seinen Blick und seine Hand Jesus zuwendet. Dieser scheint auch hier segnend und zugreifend den „Felsen“ und Menschenfischer stärken zu wollen, während auch die übrigen Jünger dort ähnlich sich verhalten, sie „… fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du!“ (Mt 14, 33)
Das Griether Fenster zitiert unten den Taufbefehl Mt 28, 19f. und zeigt mittig Christus deutlich hervorgehoben und im roten Gewand des Königs mit dem Kreuz im Nimbus. Die Apostel scharen sich als furchtsame kleine Herde vor der Jerusalemer Skyline eng und ängstlich um ihn, zu kleinen Gruppen geschart oder knieend. Die Fischblasen zeigen reiches gotisches Maßwerk und ein Alpha und Omega in Anklang an Offb 1 ,8 bzw. 21, 6 und 22, 13: „der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.“
Die Botschaft
Lk 22, 32 sagt: „Simon, Simon, siehe, der Satan hat verlangt, dass er euch wie Weizen sieben darf. Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht erlischt. Und wenn du wieder umgekehrt bist, dann stärke deine Brüder! Darauf sagte Petrus zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir sogar ins Gefängnis und in den Tod zu gehen. Jesus aber sagte: Ich sage dir, Petrus, ehe heute der Hahn kräht, wirst du dreimal leugnen, mich zu kennen.“ Der immer wieder als „wankelmütig“ bezeichnete „Fels“, wie der Apostel Simon mit dem Zweitnamen Petrus ja von Jesus benannt wurde, wird mehrfach in den Evangelien regelrecht „vorgeführt“. Stärker kann die Zuversicht Christi in die Entwicklungskraft menschlicher Glaubensnatur nicht dargestellt werden als in solchen Kontrasten, wie es auch in der berühmten „Schlüsselszene“ in Mt 16 ist: Jesus beauftragt seinen „Vize“ und versieht ihn mit den beiden Schlüsseln zum Binden und zum Lösen auf Erden und im Himmel (daher zwei Schlüssel!), wonach sich gleich danach bei der ersten Ankündigung des Kreuzes die Szene mit „Tritt hinter mich, du Satan!“ (Mt 16, 23) anschließt. „Der Fels der Kirche wird zum Stein im Weg, zum Stolperstein auf dem Kreuzweg Jesu“, meint Franz Kamphaus*. Dagegen wirkt die dreifache Fragestellung „Liebst du mich?“ und die dreifache Beauftragung bei Johannes 21 fast zahm. Dennoch kennt auch Paulus einen unentschlossen in der Öffnung für Heiden agierenden Juden Petrus bis es beim Apostelkonzil in Apg 15 zum Handschlag zwischen Heidenchristen und Judenchristen auf die Vermittlung des Apostelschülers Barnabas kommt.
Blaise Pascal (1623-1663), der selbst seine „zweite Bekehrung“ als französischer Naturwissenschaftler beschreibt, spricht in seinen „Pensées“ am Ende des 17. Jh. von der „Größe und dem Elend des Menschen“ …
* aus: Franz Kamphaus, Leidenschaft für Gott, Freiburg 1981, S. 148
Stell dich in den Sturm: Du bist Petrus, der Fels (Mt 14,22-33)
Entsteigen will Petrus dem Boot Kirchenschiff. Und Jesus sagt „Komm!“ Nur: Das Wasser ist tief.
Der Mut sinkt schnell hin und genauso der Mann. An Jesu Hand Halt er zurückfinden kann.
Der Gegenwind gleich ihm den Glauben zerschlägt, den Jesus dann handfest im Boot neu bewegt.
Vertrauen wächst dort in Gemeinschaft ihm zu, mit Jesus im Boot hat der Zweifel schnell Ruh.
Geh, stell in den Sturm dich! Standhalten macht Sinn. Vertraue! Kehr gern dich zu Jesus tief hin!
Gen Geistwehn wend hin dich, zu Gott geh hinaus! Begegnung in Sehnsucht: Verlass dein Ich-Haus!
Sei mutig, nicht scheue der Zeit Gegenwind! Du folgst Gottes Ruf, du bist immer sein Kind.
Lass locken dich! Neugierig greife den Tag! Ideen setz um, gib der Welt deine Gab!
Was immer im Innern verseucht Hirn und Herz, fern Resignation halt, den bohrenden Schmerz!
Stell stets in den Sturm dich, gestalte die Welt! Der „Komm!“ ruft, verstehend auf dich ständig zählt.
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18. Sonntag im Jahreskreis A
© Alois van Doornick, Kalkar:
Bild und Botschaft
65. Kleine Gabe, große Wirkung. Hostienschale St. Barnabas Kalkar-Niedermörmter. Silber-vergoldet, Griff Bronze, wahrscheinlich Kevelaerer Goldschmied ca. 1970.
(18. So. A : Jes 55, 1-3; Röm 8, 35.37-39 Mt 14, 13-21: Fünf Brote und zwei Fische)
Im Bild
Die nach Schlichtheit rufende Neuschaffung liturgischer Gefäße der Nachkonzilszeit brachten gleichwohl inhaltsvolle Hostienschalen hervor mit biblischem Hintergrund. Bei aller verschiedenen äußeren Formgestalt ist die Vergoldung für das Innere von Kelch und Hostienschale eher Pflicht im Blick auf das Göttliche, was uns darin geschenkt ist. „Nach oben offen“ bezeichnet hier nicht eine Mangelerscheinung, sondern eine Sehnsucht des Menschen und ist vergleichbar der Handhaltung beim Kommunionempfang. Der bronzene Stiehl und die ovale Form der Schale geben dem Äußeren die Form eines Fisches. Damit erinnert die Schale an die einfachen Menschen, die Jesus zur Glaubensweitergabe ausgewählt hat: Die Apostel waren Fischer am See Genesareth.
Die Botschaft
Die Messdienerinnen und Messdiener bringen in Vertretung der Gemeinde Brot und Wein zum Altar. In der Messe bekommen wir nicht einfach das „Himmelsbrot“ von oben: Es ist unsere Gabe, das, was wir aus der Woche mitbringen, das, was wir erlebt haben, das, was wir geleistet haben, das, was wir mit irdischen Mitteln erstellt haben, das, was wir vor Gott bringen wollen, abgeben wollen, opfern wollen, IHM hinhalten, dass er es wandelt, verändert, vervollkommnet: „Herr, wir bringen in Brot und Wein unsere Welt zu dir“! Damit sind wir ernst genommen. Damit sind wir nicht Objekte von Gottes Liebe, sondern Subjekte, die aktiv werden, die gefragt sind, die mitarbeiten an dieser Welt. Darum fragt Jesus auch nach und fordert dazu auf: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ Auch wenn es nur wenig ist, was wir einbringen: Dieses Wenige wird zur Grundlage. Gott will die Welt nicht ohne uns retten. Gerechtigkeit nicht ohne uns wirken. Armut nicht ohne uns lindern. Sehnsucht nicht ohne uns stillen. Und dabei sollten wir die „Kleinen“ einbeziehen, nicht allein auf die Großen, Schlauen, Mächtigen, Wissenden, Regierenden setzen.
Ein Zweites dieses Evangeliums ist der Fisch, der zum doppelten Symbol wurde, einmal zur Erinnerung der Geschehnisse des Ursprungs, all der Wunder und Gespräche am See, all der Begegnungen und Heilungen, der Diskussionen und Streitgespräche in Kapharnaum und anderswo: Einfache Fischer und eine ganz normale Weltgegend wurden zum Ausgangspunkt einer großartigen Weltbotschaft und dieser unserer Weltkirche.
Der Fisch, griechisch „Ichthys“ wurde zum frühchristlichen Credo-Symbol, durch seine fünf Anfangsbuchstaben zu einem urchristlichen Glaubenssatz: „Iesous Christos Theou Yios Sother“: „Jesus Christus ist Gottes Sohn, Erlöser.“ Jedes Auto vor uns auf der Autobahn mit Fisch-Symbol kennzeichnet einen Christen am Steuer. Des Lesens unkundige frühe Christen aus einfachem Milieu erkannten die Häuser der Mitchristen an diesem Geheimzeichen.
Das Leid und das Mitleid (zu Mt 14, 13ff) Im Brot die ganze Passion
Still ruht der See, ein Boot fährt dort, drauf Jesus sucht im Schweigen IHN.
Die Herzenslast bedrückt an Bord die Seel: „Mein Freund, wo bist du hin?“
Der Täufer tot durch Königsmord – wund wendet Klage er an Gott.
Da kommen Menschen an den Ort, die hungern sehr, nicht nur nach Brot.
Zum Mitleid Leid bestärkt nun ihn, vielleicht auch hilft’s, jetzt hinzusehn,
zu heilen, helfen, geben hin, zu predigen Gott, statt heim zu gehn.
In eben diese Lebensart, zu schenken grad aus Leid-Passion,
führt ein er so die Jünger zart, doch deutlich dann im Liebeston.
Reich, trotz der Ausweglosigkeit, an Nahrung reichen können sie
vielfältig mehr als für den Leib: Im Geben erst erfährt man wie.
Beim Abendmahlstisch steht blutrot das Kreuz im Hintergrund bereit.
Die Lebens-Leidensgabe Brot stärkt Helfer, schenkt Passion im Leid.
Der leidenschaftlich reichlich gab, gibt unsrem Mittun reichen Sinn.
Der uns zum Liebeszeugnis warb, führt uns zu Mensch und Himmel hin.
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17. Sonntag im Jahreskreis A
© Alois van Doornick, Kalkar: Bild und Botschaft
64. Ein Netz, das trägt. Fenster im Südschiff von St. Nicolai Kalkar. Karl-Martin Hartmann
(17. So. A.: 1 Kön 3, 5.7-12; Röm 8, 28-30; Mt 13,44-52: Schatz, Perle, Netz)
Im Bild
Aus allen 22 Fenstern des Künstlers Karl-Martin Hartmann in St. Nicolai fällt dieses im Südschiff vorn durch die gleichmäßige Rasterstruktur heraus. Der „Teppich von Licht“ breitet sich gleichmäßig von oben nach unten aus und ist durch den weißen Rahmen herausgestellt. Die runde, goldene Scheibe steht, passend im Maßwerk des Spitzbogens nach Größe und Farbe, im Gegensatz zu den variierten Rastervierecken und den Rechtecken der Fensterrippen. 1999, nach Erstellung dieses Entwurfs, fand man in Nebra/Sachsen-Anhalt die „Himmelsscheibe“, eine vergoldete Kupferscheibe mit Symbolen aus der Sternwelt, die offensichtlich vor 4.000 Jahren religiösen Kulten entsprang. Die Forscher streiten sich, ob es sich mehr um astronomische Zeichen und Erklärungsversuche oder um ein Instrument der Zeitrechnung im Mond- oder Sonnenkalender handelt. In diesem Fenster sehen wir wie der Künstler selbst schlicht die inneren Sonnenbewegungen und die Sonnenflecken verbunden mit der mit den Augen lange sichtbaren Erscheinung des Hale Bopp-Kometen 1997. Die aus roten Halbkreisen gebildeten Netzelemente wirken wie kostbare Perlen in Mt 13, 46.
Gleichwohl stellt dieses Fenster eine Abgrenzung dar zwischen den den Sieben-Schmerzen-Altar umspielenden marianischen Themen um das Haus von Loretto bzw. die Gedanken zur „Morgenröte des Heils“ und zum „Aufgang der Sonne“ oder dem „Aufgang aus der Höhe“ und den im weiteren Südschiff ausgebildeten floralen Schöpfungsanklängen. Rot und Weiß bzw. Goldgelb und Weiß sind die Kirchenfarben als Farbe des Göttlichen und der (bei Jesus und den Märtyrern) mit dem eigenen Blut bezeugten Liebe. Der Künstler schreibt: „Das Fenster zur/aus der Sakristei hat als einziges Fenster in seiner Rasterung eingebettet, mit großer Stringenz ein weiteres Netz-Raster als Thema: Matth. 4, 19: Ich will euch zu Menschenfischern machen. Und über allem ist die Sonne, mit ihrer heute verstehbaren und erkennbaren Struktur. Dies war meine, für mich im künstlerischen Entwurfsprozess als Richtschnur wichtige Gefühlslage.“ Auch erinnert der Künstler an die Menschen, die in die Sakristei gehen oder aus der Sakristei kommen, als Netzwerker des Glaubens.
Die Botschaft
Der Kreis als Bild des unendlichen Göttlichen und das Viereck als Zeichen des in Länge und Breite messbar Weltlichen stehen für das, was im Kirchenraum sich immer neu ereignet: Wo Gott und Menschen zusammenkommen und zusammenwirken, wo Gottes Gegenwart in der Schöpfung dankbar gefeiert wird, da ist Kirche. Der Architekt Dieter Baumewerd reduzierte in Kevelaer seine Architektenaufgabe beim Neubau der St.-Antonius-Kirche 1987 in der Gestaltung des äußerlich ganz vergoldeten Tabernakels in der Antoniuskapelle. Aus Dreieck und Viereck bildete er das Tabernakelhaus: Drei für das Göttliche und Vier für das Menschliche ergeben addiert bzw. multipliziert die heiligen Zahlen Sieben und Zwölf als Hinweise für das Geschehen in der Kirche mit sieben Sakramenten, hervorgehend aus den zwölf Stämmen Israels und den zwölf Aposteln als Grundlage der biblisch begründeten Gottesgemeinschaft.
Das Bild des Teppichs wirkt auch wie ein geknüpftes Netz, das im Gleichnis vom reichen Fischfang (Mt 13, 47) oder der Osterbegegnung am See (Joh 21) seine biblische Quelle hat. Paulus spricht im Korintherbrief davon, dass er seine Anhänger in ein Netz gelockt hat (2 Kor 12, 16). Er kennt auch das Netz des Teufels, aus dem man die Verirrten befreien soll (2 Tim 2, 26).
Im Blick auf die biblischen Quellen sollten wir beim Netz nicht zu leicht an das bergende und verbindende Netzwerk denken. Die Bibel spricht deutlich vom Allerlei und vom „Gemischtwarenladen“, aus dem erst unter Gottes Augen aussortiert werden muss. So ist die Lebensrealität der Gemeindemitglieder gesehen, die sich im Alltag im „Trüben“ verschiedenster Lebensauffassungen und gar feindlicher Elemente und Umgebungen befinden. Dennoch bleibt uns der tröstende, aber auch warnende Gedanke an die rettende Bergung, an die Hilfe der „Engel Gottes“ und die Bewahrung gerade am Ende des Lebens und der Welt.
Das Fenster lässt auch denken an Mt 5, 44-48: „Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!“
Und natürlich fällt uns das Lied GL 481, 1,4 ein: „Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit, brich in deiner Kirche an, dass die Welt es sehen kann. Erbarm dich, Herr!“ „Tu der Völker Türen auf, deines Himmelreiches Lauf hemme keine List noch Macht, schaffe Licht in dunkler Nacht. Erbarm dich, Herr!“
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AvD-Schatzkiste
Allgemeines
Advent-Weihnachten
Advent:
Weihnachten:
- Betlehem
- Das Wort wird Fleisch
- David, der Hirte
- „Dumme Tiere"
- Ein großes „Danke"
- Geboren von einer Frau
- Gloria - Deutsch
- Gloria - Englisch
- Jeder hätt hier enkelt wat te sägge - Ömmer dij Last met et Krepp-Opbauwe (plattdt. - dt.)
- Krippe und Kreuz
- Krippenfragen
- Krippengedanken
- Krippengeflüster
- Leitsterne
- Ochs und Esel
- Predigt zum Motto des Weltjugendtages 2005
- Weihnachten 2003
- Weihnachten 2008
- Weihnachtskarte 2009
Jahreswechsel:
Erscheinung des Herrn:
Bedenkliches
Allgemeines:
- Anbetung
- Beichten
- Beruf
- Der Reis ist heiß
- Ehrenamt
- Geistliche Berufe
- Johannes
- Kevelaer
- Kindertaufe
- Kircheneintritt
- Krankenkommunion
- Liebesgeschichte
- Messe
- Messe vor der Messe
- Morgengebet
- Mut zum Christsein
- Nachdenken macht dankbar
- Namenspatron
- Oktober - Rosenkranz
- Priester
- Reims
- Rosenkranz
- Sonntagsmesse
- Tod begreifen dürfen
- Verklärung
- Warum eigentlich sonntags zur Kirche?
- Werktagsmesse
- Wie geht's?
- Zehn Gebote
- Zeitgenossen
Fastenzeit:
- Einstieg Karwoche
- Fastenideen
- Interview Aschermittwoch
- Kann sich sehen lassen...
- Lasst euch mit Gott versöhnen
Ostern-Pfingsten:
Gemeindeleben:
- Aufbruch
- Beichte
- Beichte - Interviewfragen
- Den Tod begreifen dürfen
- Fürbitte ist Nächstenliebe
- Gerne Priester
- Gott sei Dank - Talente
- Kinder
- Lächeln - Liebe geben
- Messe bestellen
- Oktober - Rosenkranz
- Selbst Christ
- Sonntagsfragen
- Werktagsmesse
Gott und die Welt:
- AHA: Karnevalspredigt zu 1 Kor 10, 31ff
- Beten
- Dein Leib war Gottes Tempel
- Dominikaner denken
- Gebote - Angebote
- Gemeindezukunftslied
- Gestandene Gestalten
- Ich gehe nicht in die Kirche
- Können wir Gott vertrauen?
- Ladenschluss
- Meine kleine Welt
- Morgengebet
- Respekt - Feindesliebe
- Santiago - Warum?
- Schöpferische Liebe (Lied)
- Sein wie die Muschel
- Starke Menschen vor 75 Jahren - Nachkriegsgedenken 2020
- Suche Frieden
- Tischgebete
- Wohin schaust du?
Ehe+Jubliäen
Fastenzeit-Ostern
Gebete-Meditationen
- 12 Körbe
- Abendausklänge - 31 Tage
- Arbeiter im Weinberg
- Christen ganz firm
- Christen mit Schlüsselgewalt
- Der offene Himmel
- Feigenbaum
- Jericho
- Leid und Mitleid
- Maiandacht 2019
- Maiandacht blüht schönes 2018
- Morgenmomente - 31 Tage
- Petrus auf dem Holzweg
- Psalmen in Versen
- Sieben Geistesfarben
- Stell dich in den Sturm
- Tischegebete
- Um Himmels Willen
- Verklärung
- Zachäus
Glückwünsche
Rätsel
Wichtige Gedichte
- Abbild Liebe
- Achtung Menschen
- Allerseelen
- Alles fließt
- Alles hinter mir
- Beten ist...
- Brunnen
- Brückengedanken
- Chartres Gedichte
- Der da
- Ehelied
- Firmung
- Fronleichnam
- Frühlingsaufbruch
- Frühlingssonne
- Geistliche Berufe
- Ich bin
- Ich suche nicht, ich finde
- In memoriam Søren Kirkegaard
- Ins Netz gegangen
- Jahresglück
- Jericho
- Johannes - 7 Worte
- Kirkegaard
- Mitunter gegenüber
- Monatsgedichte
- Novemberfeld
- Novemberzeit
- Priester
- Reims - Lob
- Schöne Zeiten
- Sieben Geistesfarben
- Urlaub
- Verklärung
- Verkleidet
- Vincent van Gogh
- Wahrheit tun in Liebe
- Was sehn wir, wenn wir sehen?
- Wasser
Archiv Sonntagsgedanken
Archiv Sonntagsbildgedanken 2020/2021
5. Fastensonntag
Palmsonntag
Gründonnerstag
Karfreitag
Karsamstag
Ostern
Ostermontag
Weißer Sonntag
3. Ostersonntag
1 Mai
Marienmonat Mai
4. Ostersonntag
5. Ostersonntag
6. Ostersonntag
Christi Himmelfahrt
7. Ostersonntag
Pfingstsonntag
Pfingstmontag
Dreifaltigkeitssonntag
11. Sonntag im Jahreskreis
12. Sonntag im Jahreskreis
13. Sonntag im Jahreskreis
14. Sonntag im Jahreskreis
15. Sonntag im Jahreskreis
Jakobustag am 25. Juli
16. Sonntag im Jahreskreis
17. Sonntag im Jahreskreis
18. Sonntag im Jahreskreis
19. Sonntag im Jahreskreis
20. Sonntag im Jahreskreis
21. Sonntag im Jahreskreis
22. Sonntag im Jahreskreis
23. Sonntag im Jahreskreis
24. Sonntag im Jahreskreis
25. Sonntag im Jahreskreis
26. Sonntag im Jahreskreis
27. Sonntag im Jahreskreis Erntedank
28. Sonntag im Jahreskreis
29. Sonntag im Jahreskreis
30. Sonntag im Jahreskreis
31. Sonntag im Jahreskreis Allerheiligen
32. Sonntag im Jahreskreis
33. Sonntag im Jahreskreis
34. Sonntag im Jahreskreis, Christkönigsfest
1. Advent
2. Advent
3. Advent
4. Advent
Heiligabend
Weihnachten
1.Sonntag nach Weihnachten
Neujahr
2. Sonntag nach Weihnachten
Heilige Dreikönige
Taufe des Herrn
2. Sonntag im Jahreskreis
3. Sonntag im Jahreskreis
4. Sonntag im Jahreskreis
5. Sonntag im Jahreskreis
6. Sonntag im Jahreskreis
Aschermittwoch
1. Sonntag der Fastenzeit
2. Sonntag der Fastenzeit
3. Sonntag der Fastenzeit
4. Sonntag der Fastenzeit
Archiv Sonntagsbildgedanken 2021/2022
01. 5. Fastensonntag
02. Palmsonntag
03. Gründonnerstag und Karfreitag
04. Ostern
05. Weißer Sonntag
06. 3. Sonntag der Osterzeit
07. 4. Sonntag der Osterzeit
08. 5. Sonntag der Osterzeit
09. 6. Sonntag der Osterzeit
10. Christi Himmelfahrt
11. 7. Sonntag der Osterzeit
12. Pfingsten
13. Dreifaltigkeitssonntag
14. 10. Sonntag im Jahreskreis
15. 11. Sonntag im Jahreskreis
16. 12. Sonntag im Jahreskreis
17. 13. Sonntag im Jahreskreis
18. 14. Sonntag im Jahreskreis
19. 15. Sonntag im Jahreskreis
20. 16. Sonntag im Jahreskreis
21. 17. Sonntag im Jahreskreis
22. 18. Sonntag im Jahreskreis
23. 19. Sonntag im Jahreskreis
24. 20. Sonntag im Jahreskreis
25. 21. Sonntag im Jahreskreis
26. 22. Sonntag im Jahreskreis
27. 23. Sonntag im Jahreskreis
28. 24. Sonntag im Jahreskreis
29. 25. Sonntag im Jahreskreis
30. 26. Sonntag im Jahreskreis
31. 27. Sonntag im Jahreskreis
32. 28. Sonntag im Jahreskreis
33. 29. Sonntag im Jahreskreis
34. 30. Sonntag im Jahreskreis
35. 31. Sonntag im Jahreskreis
36. 32. Sonntag im Jahreskreis
37. 33. Sonntag im Jahreskreis
38. Christkönigsfest
39. 1. Advent
40. Sonntagsgedanken zum 01.12.2021
41. 2. Advent
42. Nikolaus-Tag
43. 3. Advent
44. 4. Advent
45. Heiligabend
46. Weihnachten (Fest der Hl. Familie)
47. Neujahr
48. Taufe des Herrn
49. 2. Sonntag im Jahreskreis
50. 3. Sonntag im Jahreskreis
51. 4. Sonntag im Jahreskreis
52. Mariä Lichtmess
53. 5. Sonntag im Jahreskreis
54. 6. Sonntag im Jahreskreis
55. 7. Sonntag im Jahreskreis
56. 8. Sonntag im Jahreskreis
57. 1. Sonntag der Fastenzeit
58. 2. Sonntag der Fastenzeit
59. 3. Sonntag der Fastenzeit
60. 4. Sonntag der Fastenzeit
Archiv Sonntagsbildgedanken 2022/2023
01. 5. Fastensonntag
02. Palmsonntag
03. Karwoche
04. Ostern
05. Weißer Sonntag
06. 3. Sonntag der Osterzeit
07. 4. Sonntag der Osterzeit
08. 5. Sonntag der Osterzeit
09. 6. Sonntag der Osterzeit
10. Christi Himmelfahrt
11. 7. Sonntag der Osterzeit
12. Pfingsten
13. Dreifaltigkeitssonntag
14. 12. Sonntag im Jahreskreis
15. 13. Sonntag im Jahreskreis
16. 14. Sonntag im Jahreskreis
17. 15. Sonntag im Jahreskreis
18. 16. Sonntag im Jahreskreis
19. 17. Sonntag im Jahreskreis
20. 18. Sonntag im Jahreskreis
21. 19. Sonntag im Jahreskreis
22. 20. Sonntag im Jahreskreis
23. 21. Sonntag im Jahreskreis
24. 22. Sonntag im Jahreskreis
25. 23. Sonntag im Jahreskreis
26. 24. Sonntag im Jahreskreis
27. 25. Sonntag im Jahreskreis
28. 26. Sonntag im Jahreskreis
29. 27. Sonntag im Jahreskreis
30. 28. Sonntag im Jahreskreis
31. 29. Sonntag im Jahreskreis
32. 30. Sonntag im Jahreskreis
33. 31. Sonntag im Jahreskreis
34. 32. Sonntag im Jahreskreis
35. 33. Sonntag im Jahreskreis
36. Christkönigsfest
37. 1. Advent
38. 2. Advent
39. Nikolaus-Tag
40. 3. Advent
41. 4. Advent
42. Heiliger Abend
43. Sylvester/Neujahr
44. Taufe des Herrn
45. 2. Sonntag im Jahreskreis
46. 3. Sonntag im Jahreskreis
47. 4. Sonntag im Jahreskreis
48. 5. Sonntag im Jahreskreis
49. 6. Sonntag im Jahreskreis
50. 7. Sonntag im Jahreskreis
51. 1. Sonntag der Fastenzeit
52. 2. Sonntag der Fastenzeit
53. 3. Sonntag der Fastenzeit
54. Zum 80. Todestag von Bischof Lörks
55. 4. Sonntag der Fastenzeit 2023











