Prävention von sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen

Prävention,  was ist das?

  • Kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Vorbeugung, Zuvorkommen“
  • Prävention verfolgt den Zweck, ein Ereignis oder eine Entwicklung zu verhindern bzw. abzuwenden.
  • Prävention in der kath. Kirche geht noch weiter. Es sollen nicht nur unerwünschte Ereignisse verhindert, sondern auch der erwünschte Umgang und eine gewollte Kultur im Umgang miteinander gefördert werden.

Die Pfarrgemeinden Heilig Geist und St Clemens in Kalkar haben im Herbst 2018 mit der Erstellung eines eigenen Institutionellen Schutzkonzeptes (ISK) für das Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen im eigenen Zuständigkeitsbereich begonnen.  Seit vier Jahren werden bereits alle Gruppenleiter in der Kommunion- und Firmvorbereitung in separaten Präventionsschulungen mit dem Thema vertraut gemacht. Ebenso sind Betreuer für Ferienfreizeiten, alle Seelsorger und hauptamtliche kirchliche Angestellte je nach Einsatzart- und Ort zu Schulungen verpflichtet, welche regelmäßig durch Folgekurse erneuert werden.

 

Jetzt sind die Vertreterinnen und Vertreter der gemeindlichen Gremien Pfarreirat und Kirchenvorstand mit Messdienerleitern und Pastoralreferent Brinkmann auf der Suche nach einem angemessenem, transparenten Handlungsleitfaden für Haupt- und Ehrenamtliche, die in der Kinder- und Jugendarbeit engagiert sind oder aufgrund ihres Arbeitsvertrages in den Pfarrgemeinden in Kalkar mit Minderjährigen in Kontakt kommen.  Dabei werden sie von der Regionalfachkraft des Bistums Münster unterstützt.

 

Die Gruppe wird nun zur Erstellung des Schutzkonzeptes Meinungen und Ideen aus der Gemeinde einholen. Das beginnt in den Kindergärten in eigener Trägerschaft bei den Erzieherinnen und Kindern auf altersgerechte Weise, wird Thema bei der feiernden Gemeinde in Gottesdiensten sein, soll Gruppen und Verbände einbeziehen, Nutzer von Pfarrheimen und Gemeindezentren bewusst werden, in den Büchereien angeschaut und nicht zuletzt auch in der Dienstgemeinschaft der Seelsorger und kirchlichen Angestellten thematisiert werden.